Alle eure Sorgen werfet auf IHN ...
Alle eure Sorgen werfet auf IHN, denn ER sorgt für euch.
1. Petrus 5,7
Ich bin meinem Heiland von ganzem Herzen dankbar, für die Art und Weise wie er besonders in den letzten Monaten für mich gesorgt hat.
Auch in der Zeit wo ich in Mexiko bin, darf ich die schützende Hand Gottes immer wieder auf´s Neue spüren und immer wieder an SEIN Wort aus Matthäus 28,20 "Ich bin bei euch alle Tage" denken.
Ich war für eine kurze Weile, ca. 5 Tage, krank. Ich zog mir eine starke Erkältung zu, welche sich auch auf die Lunge gelegt hatte. Das hatte zur Folge, dass ich an der Schule auch nicht unterrichten konnte.
Somit mied ich es, raus zu gehen, und verweilte in meiner Wohnung. An einem dieser Tage fiel mir auf, dass ich lange nichts gegessen hatte. Durch die Erkrankung verspürte ich kaum Hunger. So dachte ich mir, dass ich meinem Körper zumindest etwas anbieten sollte.
Ich schaute in den Kühlschrank - der war so gut wie leer, da ich vor der Erkrankung eigentlich noch einkaufen gehen wollte. Nun gut. Ich konnte ja jemanden vor Ort anrufen, und bitten, für mich etwas einzukaufen, was ich mir dann selbst zubreiten könnte.
Ich überlegte, wen ich wohl am besten anrufe könnte. Schließlich wollte ich niemanden unnötig von der Arbeit oder von Zuhause los reißen, und innerlich dachte ich: "Lieber Gott, du wirst für mich sorgen."
Ich rief niemanden an, sondern setzte mich an meinen Laptop, um an den Klassenarbeiten für die kommende Woche zu arbeiten. Plötzlich, nach ca. 3-5 Minuten, klopfte es an der Tür. Es war um fünf Uhr nachmittags. "Nanu ?! Wer mag das wohl sein?"
Ich ging zur Tür, und dort stand eine Schülerin von mir mit einer Tüte in der Hand: "Hallo Maestra, ich wollte dir Abendbrot bringen." Ich war so erstaunt und überwältigt. Ich nahm das Essen an, dankte und zögerte etwas, die Tür zu schließen. Die Schülerin winkte und sagte: "Hoffentlich geht es dir bald besser." und ging. Ich schloss langsam die Tür.
Da fiel mir ein: "Du hast Schokolade aus Deutschland, gib dem Mädchen eine davon als Zeichen deiner Dankbarkeit." Schnell zog ich die Tür wieder auf, doch da war sie schon weg. Nun wusste ich nicht, wo sie wohnte, oder wem ich die Schokolade für sie geben konnte. So entschloss ich mich, ihr die Tafel Schokolade in der kommenden Schulwoche zu geben.
Ich stellte das Essen ab, kniete nieder, dankte meinem Herrn und betete für das Mädchen. Als ich vom Gebet aufstand kam mir 1. Petrus 5,7 in den Sinn: "Alle eure Sorgen werfet auf IHN, denn ER sorgt für euch." .
Und noch immer bin ich überwältigt, wie Gott schon in so kleinen Dingen sorgt. Wie wird es wohl bei den großen Dingen sein? Ich danke meinem Heiland, dass ich zu IHM kommen darf, mit all meinen Sorgen, und ich mich völlig in seine Hände geben darf.
