Gelobt sei der Herr...
Gelobt sei der Herr; denn er hat erhört die Stimme meines Flehens.
Der Herr ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen.
Und mein Herz ist fröhlich, und ich will ihm danken mit meinem Lied.
Psalm 28,6-7
Aus einem zutiefst dankbaren Herzen heraus möchte ich zu Gottes Ehre ein Zeugnis schreiben.
Viele Erfahrungen durfte ich mit meinem himmlischen Vater schon machen. In diesem Jahr, Mittwochabend in der Woche vor den Pfingstversammlungen war ich ohne irgendwelche Anzeichen von Schwäche zur Gebetsstunde gefahren. Zu Beginn sangen wir zwei Lieder und knieten uns dann zum gemeinsamen Gebet hin. Dabei wurde mir plötzlich sehr schwindelig und ich konnte nicht mehr klar sehen. Weil ich Angst hatte das Bewusstsein zu verlieren, bat ich die Schwester, die neben mir kniete, um Hilfe. Sie führte mich in den Nebenraum, doch verschlimmerte sich mein Zustand. Eine sehr starke Übelkeit und ein Gefühl der Ohnmacht führte zu Ängsten. Ich spürte, dass ich Hilfe brauche. Einige Schwestern fuhren mich nach Hause, wo ich immer noch auf eine Besserung hoffte.
Es waren noch drei Tage bis zu unserem Pfingstfest und ich hatte mich schon so auf diese Zeit gefreut. Inzwischen konnte ich den Kopf nur auf einer Seite belasten. Die Gedanken drehten sich um meine Familie und meine Kinder. Ich bat Gott um Hilfe, ja es wurde mir aufs Neue bewusst, wie plötzlich unser Leben durch eine Krankheit oder einen Unfall eine gravierende Änderung erfährt.
Und doch hatte ich gelernt auf Gott zu vertrauen. Nachdem die Schwester in der Gemeinde anrief und mir versicherte, dass viele für mich beten wurde ich innerlich ruhiger.
Mein Zustand war aber so, dass ich ins Krankenhaus musste.
Dort wurde ich sofort durch den Neurologen untersucht. Ich sagte zu ihm, dass ich am Samstag wieder gesund sein müsste. Darüber konnte er nur lächeln. Nach einigen Untersuchungen wurde ein Schlaganfall ausgeschlossen.
Es hatten sich im Innenohr Kristalle gelöst, die starke Gleichgewichtsstörungen und eine schlimme Übelkeit zur Folge hatten. Man sagte mir trotz der für mich sehr unangenehmen Symptome wäre es eine gutartige Erkrankung. Bei vielen Patienten wäre der Krankheitsverlauf aber eine längere Angelegenheit.
Nachdem ich einige Infusionen bekommen hatte schlief ich tief ein. Am nächsten Tag ging es mir schon besser und ich versuchte alleine zu gehen. Nach weiteren Untersuchungen hat man mich, am Freitag tatsächlich nach Hause entlassen. Zuhause angekommen spürte ich den Schwindel und die Übelkeit verstärkt und ich bat Gott um Kraft bei den Pfíngstversammlungen dabei sein zu können.
Am Samstag konnte ich das mit Gottes Hilfe und Unterstützung meiner Familie tun.
Innerlich spürte ich Gott möchte mir helfen ganz gesund zu werden. Im Glauben und in dem Wissen, dass viele mit gebetet und mit geglaubt haben nahm ich die Möglichkeit für mich in Anspruch und lies mich salben. Den Segen Gottes spürte ich sofort.
Wir fuhren nach Hause und schon während der Fahrt ging es mir wieder schlecht. Wie sollte ich in diesem Zustand meinen Alltag bewältigen? Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf.
Am nächsten Tag musste mein Mann zur Arbeit. Er sagte ich sollte auf keinen Fall aufstehen. Trotzdem machte ich einen Versuch mich aufzusetzen und wartete auf den Drehschwindel, nichts passierte. Aber wenn ich laufen werde werden die Symptome wieder einsetzen, so dachte ich. Auch als ich einige Schritte ging wurde mir nicht übel. Es überkam mich eine innere Freude. Aber wie man als Mensch so ist, wollte ich es genau wissen. Mit Schwung schüttelte ich meinen Kopf vornüber, aus heutiger Sicht war ich etwas unvernünftig, ich hätte stürzen können, aber wenn Gott mich gesund gemacht hat würde es eine ganze Sache sein, das war mir klar. Und zu Gottes Ehre möchte ich sagen:" Er hat es getan!!" Sofort konnte ich meine Arbeit aufnehmen. Seit diesem Tag hatte ich nie wieder auch nur die geringsten Beschwerden. Gott tut nicht immer sofort, was wir uns wünschen, auch das musste ich lernen. Und das ist auch gut so. Aber er gibt uns auch immer wieder glaubensstärkende Meilensteine in unserem Leben, an die wir uns zurückerinnern können und die uns darin bestärken unser ganzes Vertrauen auf Gott zu setzen. Für diese Erfahrung bin ich ihm von Herzen dankbar.
