Eine Reise nach Indien

"Einmal Indien und zurück " an einem Tag?

Um unseren Kindern der Sonntagsschule und Bibelklasse auch außerhalb der sonntäglichen Veranstaltungen eine kleine Freude zu bereiten und ihren Sinn für Gemeinschaft zu fördern, haben wir mit ihnen an einem Samstag im April eine "Reise nach Indien" unternommen.

Im ersten Teil dieses "Ausfluges" sollten die Kinder einen kleinen Einblick in die indische Kultur und Religion bekommen. Dabei legten wir als Sonntagsschul- und Bibelklassenlehrer großen Wert darauf, dass sie die Unterschiede zwischen den vielen toten (Phantasie-) Göttern Indiens und dem einzig lebendigen Gott der Bibel erkennen, schätzen und diesen wahren Gott wirklich von Herzen lieben lernen. Als besondere Herausforderung für die Kinder zeigte sich das Erlernen des Liedes "Jesus liebt mich ich bin froh, denn die Bibel sagt's mir so" auf Hindi.

Um den Kindern das - aus ihrer Sicht - ungerechte Kastensystem näher zu bringen, wurde für jede "Reisestation" eine unterschiedliche Anordnung von Stühlen und Tischen eingerichtet. Dadurch konnten der jeweiligen Gruppe (= Kaste) unterschiedliche Annehmlichkeiten ge- bzw. verwährt werden. Durch eine angedeutete indische Raumgestaltung und das von einigen Müttern in weiten Teilen nach indischem Rezept zubereitete Essen wurde der erste Teil unserer Reise sehr willkommen abgerundet.

Nach dem Mittagessen stand eine neue Herausforderung für die Kinder auf dem Plan. Sie mussten (in Gruppen eingeteilt) durch Lösen unterschiedlicher Aufgaben einen indischsprachigen Bibelspruch ins Deutsche übersetzen - und offenbar bereitete diese "Arbeit" den Kindern eine besondere Freude.

Auf einer weiteren Reisestation wurde den Kindern die in weiten Teilen Indiens sichtbare Armut vor Augen gehalten. Menschen, die kein Dach über dem Kopf und nicht immer ausreichend zu Essen haben. Auf der anderen Seite Kinder, die keine Gelegenheit haben eine Schule zu besuchen, und stattdessen durch Betteln die Einnahmen der Familie sichern. Diese Bilder erweckten in den Kindern eine Dankbarkeit Gott gegenüber - dafür, dass sie genug zu Essen, Kleidung, Eltern - mit anderen Worten - dafür, dass sie es einfach so gut haben.

Zum Abschluss unserer Reise hörten die Kinder die Geschichte eines indischen Missionars. Wir versuchten ihnen dadurch die Bedeutung unseres Einflusses auf unsere Umfeld und die Menschen um uns her zu zeigen. Bedarf es nicht an allen Orten der "Missionare", die freudig und frei ihren Glauben zu Gott bezeugen und weitergeben? Auch aus Kindermund!

Für das Gelingen, die Freude und den Segen an diesem Tag sind wir Gott von Herzen dankbar.


C. Wall