Rathhaus in Leipzig

Erntedankfest 2007 in Leipzig

Auch in diesem Jahr wurden wir von Br. Adam und den Geschwistern am Ort eingeladen, am Erntedankfest in Leipzig teilzunehmen.
Da vor Ort nur wenige Geschwister sind, ist die Freude über Besucher besonders groß. Mit Liedern, Gedichten und Instrumentalstücken im Gepäck fuhren wir am Sonntagmorgen mit 18 Geschwistern, meist Jugendlichen, los.

Im ersten Gottesdienst diente Br. Niko Ernst am Wort. Er stellte uns zunächst den Wert des Dankens vor Augen. Es besteht bei uns die Gefahr, dass Dinge, wie zum Beispiel das jährliche Erntedankfest eine Regelmäßigkeit bekommen und somit unser Dank zur Gewohnheit wird. Obwohl wir allen Grund zum Danken haben, ist dieser leider nicht so beständig, wie er eigentlich sein sollte und kann schließlich auch ganz verloren gehen. Weiter wurde uns anhand des Predigttextes aus Galater 6,7-10: "Denn was der Mensch sät, das wird er ernten, ..." die Frage vorgelegt, mit welchen Ernteeinnahmen ein jeder persönlich einmal rechnen darf bzw. muss. Die Bibel zeigt uns, dass Aussaat und Ernte einem göttlichen Prinzip folgen: So wie die Aussaat, so wird die Ernte sein. Oder mit anderen Worten: Ist dein Leben mit Dank erfüllt, so wird es gesegnet sein, säen wir im Segen, wird uns wiederum reichlich Segen zuteil werden.
Wir können auf unser bisheriges Leben zurückschauen und feststellen, dass wir schon hier und jetzt das ernten, was wir in der Vergangenheit ausgestreut haben. Obwohl Gottes Wege in unserem Leben nicht immer nachvollziehbar sind, können wir doch im Rückblick seine Führung und Gnade dankbar erkennen und annehmen.
Vielleicht hat Gott auch in deinem Leben einen geschmiedeten Plan zerschlagen, einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch dann denke immer daran, dass unser himmlischer Vater weiter sieht als wir, und seine Wege immer Grund und Ursache haben! Zeitweilig mag sich auch unser Lebensweg verdunkeln und es scheint keinen Fortschritt zu geben, doch die Bibel gibt auch hier Mut und lässt in Psalm 126,5 die Sonne der Hoffnung wieder aufgehen: "Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten." Jedoch geht nicht jede Aussaat in unserem Leben auf, es gibt auch solche, die, wie im Leben des Lazarus (Lukas 16,19-31), der Ewigkeit vorbehalten sind.

Liebe Leser, säen wir in der Erwartung, dass alles was wir tun, auf Gottes Segen beruht? Tun wir etwas, um die Ehre Gottes oder die der Menschen hervorzuheben? Wird unser Streben vom Gebet begleitet? Doch was bedeutet die Aussaat praktisch für uns?

Hier sind ein paar Prüfsteine, die sich noch beliebig ergänzen lassen:


- Wo ist mein Dienst, den ich selbstlos für andere erbringen kann?
- Wo ist ein Mensch, dem ich eine Hilfe sein kann?
- Wo ist das Gebet für meine Freunde und Mitmenschen?

Möge Gott uns gnädig sein, dass wir guten Samen streuen. Jedoch müssen wir stets unsere Aussaat nach Eph. 5,10 prüfen: "... und prüfet, was da sei wohlgefällig dem Herrn."
Treffen wir Vorkehrungen für die bevorstehende Ernte? Gedeihen und Wachstum gibt Gott, wir müssen darauf achten, dass unsere Ernte vor Schädlingen (gottloses Wesen, Weltlichkeit, usw.) bewahrt bleibt!

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde der zweite Gottesdienst des Erntedankfestes von einem Programm aus Herford unterstützt.
Einleitend hielt Br. Oskar Witt eine kurze Ansprache mit dem Leitgedanken: "Wo sind die Herzen, mit denen Gott ist?". Als Beispiel diente die Erwählung des Königs David aus 1. Samuel 16: David wurde zum König erwählt, weil er die Frucht des Gehorsams hatte. So wie Gott damals das Herz Davids angesehen hat, sieht er auch unser Herz heute an. Gott wird auch bei uns die Früchte des Geistes suchen, wie uns das Gleichnis vom Weinstock und dem Weingärtner zeigt. Doch dem Aufrichtigen und gehorsamen Kind Gottes wird es der Herr in seiner Liebe gelingen lassen.

Mit Gebeten, Dankesworten in Form eines Gedichtes von Sabine Ernst, einem gemeinsamen Kaffeetrinken und der anschließenden Heimfahrt ging auch dieses Erntedankfest in Leipzig zu Ende.