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Erntedankfest in Herford 2008

Wieder ist es soweit, der Spätsommer bringt jedes Jahr die Erntezeit für die meisten Früchte und Getreide in unserem Land. Überall werden Erntefeste gefeiert. Der reiche Überfluss an Getreide und mancherlei Früchten gibt sicherlich Anlass zur Freude und auch zum Feiern. Bei den gewöhnlichen Erntefesten ist jedoch von Dank, gar von Dank gegen Gott als den Geber all dieser guten Gaben wenig, ja wenn nicht - gar nichts mehr zu sehen.

Erntedankfest bedeutet für unsere Gemeinde aber ja noch viel mehr!

Wir sind natürlich dankbar für die gute Ernte und sind uns sehr bewusst, dass diese Gaben ein Zeugnis für die Güte und Treue Gottes gegen uns Menschen sind. Saat und Ernte sind eine gewaltige Predigt Gottes an die Menschheit. Aber nur wenige Menschen verstehen diese Predigt! So vieles gibt es hieran zu lernen und mit unserem Leben zu vergleichen. Menschen, die Erlösung gefunden haben, sind ja im geistlichen Sinn auch eine wertvolle Frucht im Erntefeld des Herrn. Jesus selbst gebraucht dieses Bild sehr häufig, um den Jüngern damals und auch uns als heutige Bibelleser auf ganz einfache Weise in die Gesetzmäßigkeiten der geistlichen Aussaat, die Wachstumszeit und auch die Ernte einzuführen, es zu erklären und zu verdeutlichen. In diesem Sinne gibt es für jede Gemeinde eigentlich ein zwiefaches Erntedankfest! Auf dem Erntedankaltar liegen die prächtigen Früchte - ein Bild, das uns auch die Frage lehrt: wie viel geistliche Frucht ist wohl vorhanden? Gibt es da auch etwas zu sehen, ist dieser Altar auch so reich gedeckt und können wir uns hier als Gemeinde auch zusammen freuen?
Br. Ress zeigte in seiner sehr anschaulichen Predigt einen wunderschönen Apfel - eine reife Frucht die es geschafft hat bis zur Ernte! Viele Äpfel haben an dem Baum einen Anfang gemacht aber sehr viele sind im Sturm abgefallen oder von Schädlingen verdorben worden. Die Früchte und Bäume brauchen einander, um sich gegenseitig zu bestäuben, sonst würde es gar keine Frucht geben können. Wieder so ein schönes Bild für die Gemeinde - nur MITEINANDER kann es Frucht geben, je dichter wir zusammen stehen, um so herrlicher wird die Frucht sein! Miteinander, das ist Gottes Art und Weise, wie er in der Gemeindearbeit segnen kann. Je weiter die Reihen auseinander stehen, wenn uns der andere so egal wird - dann wird es immer weniger Frucht geben können. Liebe zueinander, das war Jesu Gebot an seine Gemeinde:
Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebet, gleich wie ich euch geliebt habe. Johannes 15,12

Br. Ress führte in der weiteren Ansprache dann aus, welche göttlichen Wege es gibt um diese Liebe zu vertiefen und damit das Miteinander im geistlichen Sinne fruchtbarer zu machen.
Die erste Maßnahme ist natürlich das zielgerichtete Gebet um genau diese zwei Dinge: die Liebe zueinander und das gesegnete Miteinander. Gott wird diese Gebete nicht unbeantwortet lassen, weil es ein Anliegen nach seinem Willen ist!
Versuche auch einmal den Mitbruder oder Schwester zu verstehen - warum handelt jemand so? Zur Beantwortung dieser Frage gibt es einen goldenen Weg: Stelle dich doch mal auf den Standpunkt des anderen. Nimm dir mal Zeit für den anderen und setze mal SEINE Brille auf! Ach wie oft werden wir dann verstehen und nicht einfach hart urteilen. In Zeiten der Trübsal werden wir so recht miteinander verbunden. Ja, das ist eine gute Schule Gottes für uns - hier schätzt man den anderen plötzlich so viel mehr, man erkennt was er tut und lernt einander auch oft von einer ganz anderen Seite kennen. Alles das führt zu einer viel tieferen Wertschätzung des anderen und damit zu einem gesegneten, vertrauensvollem Miteinander.
Hier liegt dann auch die Quelle des Segens und dieser Strom wird reiche Frucht hervorbringen. Wir freuen uns, dass auch in diesem Jahr wieder viele Besucher zu unserem Erntedankfest gekommen sind und wir alle haben miteinander ganz sicher den Segen Gottes erfahren.