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Erntedankfest in Herford 2010

Danke, Vater! – So lauteten unsere Plakate, die seit einigen Tagen in der Stadt aushingen und auf den Geber aller Gaben aufmerksam machen sollten. Das war auch das Motto des Erntedankfestes, das wir am 3.10.2010 feierten. Nach einer musikalischen Eröffnung des ersten Gottesdienstes durch das Kinderorchester sang die ganze Gemeinde ein Loblied zu Ehren des Schöpfers.

Die Kinder zählten daraufhin die Dinge auf, für die sie dankbar sind, und stellten fest, dass auch Regentage eine gute Gabe Gottes sind. Nachdem sie durch Lieder und Gedichte die Größe Gottes dargestellt hatten, wiesen sie auf die Höchste aller Gaben, Jesus Christus, hin.

„Sorget nicht!“, rief uns der Bruder in seiner Predigt zu. Er zeigte uns, dass Probleme niemals durch bloßes Besorgtsein, wohl aber durch viel Gebet gelöst werden können. Dabei bezog er sich auf den Bibelvers aus Matthäus 6,31-32:

„Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? […] Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“

Gott sorgt für uns, wenn wir ihn sorgen lassen. Wenn wir uns jedoch selbst zermürben und zersorgen, verlieren wir den Blick für die Größe und Macht Gottes.

Jesus sagt aber: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen“ (Mt. 6,32).

Das Lesestück „Ja, bitte – nein, danke“ setzte sich mit der Meinung vieler Menschen auseinander, sie hätten es nicht nötig, jemandem zu danken. Denn schließlich hätten sie selbst für ihren Wohlstand hart gearbeitet. Doch Undankbarkeit macht unglücklich, mürrisch und verschließt die Augen vor dem, was Gott uns tagtäglich schenkt. Es ist keine Selbstverständlichkeit, wenn wir gesund sind und eine Familie, einen festen Wohnsitz und eine Arbeitsstelle haben. Das alles sind Dinge, für die wir von Herzen dankbar sein sollten.

In der zweiten Predigt wurde uns die Frage vorgelegt, wie unsere Lebensernte wohl ausfallen wird. Dadurch wurde das Fest der Ernte und der Dankbarkeit ganz persönlich. Denn jedes unserer Worte, jede Handlung, unser Umgang mit unseren Mitmenschen ist wie eine Aussaat, die von unserem Nächsten, aber auch von Gott wahrgenommen wird. Ein hartes Wort hinterlässt Wunden bei unserem Gegenüber und wird niemals gute Frucht bringen. Nur wenn wir geistlich gesinnt sind und unsere Aussaat mit Gebet begleiten, können wir auch gute Früchte ernten, wenn nicht auf Erden, dann in der Ewigkeit.

„Lasset uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören.“ (Gal. 6,9)

Möge Gott uns dazu seinen Segen schenken!

B. Brose