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Erntedankfest in Leipzig 2010

„Die Gaben Gottes stehen uns zur Verfügung, gebrauchen wir diese?“ – Unter dieser Leitfrage stand das diesjährige Erntedankfest in Leipzig. Einige Erwachsene, Jugendliche und Kinder unserer Gemeinde sind dorthin gereist, um mit einigen Geschwistern, mit denen wir uns sehr verbunden fühlen, das Erntedankfest zu feiern. Das Fest bestand aus zwei Gottesdiensten und einer schönen gemeinsamen Zeit während des Mittagessens und der Kaffeepause.

Ein Erntedankfest erinnert immer daran, wie gut es uns materiell geht. Wir können uns mehr kaufen als wir wirklich brauchen und hungern ist ein Wort, dessen Bedeutung wir gar nicht kennen.

Im starken Kontrast dazu steht die Tatsache, dass weltweit etwa eine Milliarde Menschen hungern. Durchschnittlich stirbt alle drei Sekunden ein Mensch am Hungertod, häufig sind Kinder davon betroffen.

Aber es gibt noch einen weiteren Tisch, der für uns reichlich gedeckt ist. Es ist das Angebot, das Gott uns Menschen durch sein Wort vorlegt. Er sorgt sich nicht nur um unsere physischen Bedürfnisse wie Nahrung, Kleidung und frische Luft, sondern legt auch einen ganz besonderen Wert auf unsere seelische Situation.
Er möchte uns den Sinn des Lebens zeigen und gibt uns Wegweisung in seinem Wort. Es heißt z.B.: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles zufallen.“ Jesus Christus, der Sohn Gottes, zeigt durch diese Aussage, worauf wir besonderen Wert zu legen haben. Stimmt unsere Haltung ihm gegenüber, dann gibt er uns alles, was wir in diesem Leben brauchen.

Es gibt so viele Verheißungen, die Gott uns durch sein Wort gibt; und diese bietet er ganz kostenlos an. Häufig, wenn uns etwas gratis angeboten wird, machen wir extra Wege, um den Gutschein einzulösen. Im Wort Gottes finden wir viele „Gutscheine“, die Gott gerne in Segnungen aller Art einlöst, wenn wir ihn darum bitten.

An dem Beispiel von Josef, der von seinen Brüdern verkauft wurde, wurde uns deutlich gemacht, dass wir Gottes Verheißungen nur mit Demut in Anspruch nehmen können. Gott hilft uns nicht, damit wir auf unsere Leistungen stolz sein können, sondern erwartet auch die dankbare Ehrerbietung dafür.

Ein besonderer Teil der Gottesdienste war das Programm der Kinder, die durch ihre einfache Art daran erinnert haben, was Gott uns im täglichen Leben schenkt. In ihm und durch ihn können wir alles haben, er beschenkt uns reichlich und freut sich an unserem Dank.

R. Kimmerle