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1908-2008 100 Jahre Gemeinde Gottes Herford

Rückblick Ostern 2010

Er aber wurde durchbohrt um unserer Missetat willen und wurde geschlagen um unserer Schuld willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserem Frieden, und durch seine Wunden fanden wir Heilung. Wir gingen alle in die Irre wie Schafe. Jeder sah nur auf seinen Weg, aber der HERR belastete ihn mit aller unserer Schuld. Er wurde misshandelt und beugte sich. Er tat seinen Mund nicht auf. Er war wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das vor seinem Scherer verstummt. Er tat seinen Mund nicht auf.“ Jesaja 53,5-7

Bereits 700 Jahre vor Jesu Leben auf dieser Erde sah der Prophet Jesaja seinen Tod und darüber hinaus Ursachen und Gründe für dieses qualvolle Ende.

Auch wenn seit diesen stattgefundenen Ereignissen mittlerweile 2000 Jahre vergangen sind, erinnern wir uns immer wieder an Jesu Leiden und seinen Tod, der dadurch stellvertretend für uns alle Schuld auf sich nahm. Ein besonderer Gedenktag ist der Tag der Kreuzigung Jesu – der Karfreitag. Die Predigt an diesem Morgen wies auf die Geschehnisse der letzten Stunden in seinem Leben hin: das letzte Abendmahl, das Gebet im Garten Gethsemane, die Verhaftung, der Hohe Rat, Pilatus, die Kreuzigung und die letzten Worte unserer Herrn Jesus: „Es ist vollbracht!“

Im Anschluss an den Gottesdienst feierte die Gemeinde das Abendmahl.

 

So habt ihr auch Kummer und Traurigkeit. Aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude soll euch dann niemand mehr rauben.“
Johannes 16,22

Das Thema am Abend des Ostersamstags lautete „Von der Traurigkeit zur Freude“. Die Jünger wurden traurig, als Jesus ihnen sagte, dass er sie verlassen müsse. Sie konnten es nicht recht verstehen, wie das vorläufige Ende ihres Meisters aussehen würde und warum Jesus sterben müsse. Doch Jesus wusste es und versuchte sie mit dem oben zitierten Bibelvers zu ermutigen.

 

Christus ist nach dem Zeugnis der Schrift für unsere Sünden gestorben, er wurde begraben und ist dann wiederum nach dem Zeugnis der Schrift am dritten Tage auferweckt.“
1. Korinther 15,3-4

Der Höhepunkt des Osterfestes war der Ostersonntag mit den zwei Predigten „Begegnungen mit dem Auferstandenen“ und „Erinnern an Christus“ und einer Stunde für die Jugendlichen am Abend. Die Zeit zwischen den Gottesdiensten ergab die Möglichkeit, mit den zahlreichen Gästen bei einem gemeinsamen Mittagessen eine gesegnete Zeit der Gemeinschaft zu verbringen.

Wir danken Gott für jedes gesprochene Wort, für jedes Gebet, für jedes gesungene Lied oder gespielte Instrumentalstück, das zu diesem Osterfest beigetragen hat.

In diesen schönen Erinnerungen erscheint vor dem inneren Auge der Eigentliche, der Hauptgrund und Mittelpunkt, um den sich alles dreht: der auferstandene Jesus Christus. Er steht da mit seinen Wunden und Nägelmalen, mit den Spuren, die die Kreuzigung hinterlassen hat und schaut auf uns, auf jeden persönlich, auf dich und auf mich. In seinem liebenden Blick stellt er dann die Frage:

Das alles tat ich für dich. Was tust du für mich?

R. Damm