Weitere Eindrücke über die Sonntagsschul- Ferientagen 2010 in Herford erhalten Sie unter Bilder.

Was die Kinder berichten, können Sie hier lesen.

Sonntagsschulferientage 2010

Voller Spannung erwarteten ca. 85 Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren die Sonntagschulferientage 2010. Vom 20. bis zum 22. Oktober beschäftigten sie sich mit der aufregenden Geschichte des Christ aus der „Pilgerreise zu seligen Ewigkeit“ von John Bunyan. Nachmittags bastelten die Kinder backten unter anderem den so genannten „Bibelinokuchen“, dessen Zutaten sie aus dem Alten Testament der Bibel entnahmen. Außerdem bereiteten die Jüngsten noch viele Plätzchen vor, die am darauf folgenden Sonntag an die Besucher des Gottesdienstes verteilt wurden und für viel Freude sorgten.

 

Die Geschichte der Pilgerreise erzählt davon, wie die „Goldene Stadt“ zu erreichen ist. Christ, – ein Mensch wie du und ich – liest eines Tages in der Bibel von einer ganz besonderen Stadt und erkennt eine schwere Last – seine Sünden – auf seinem Rücken. Er verlässt seine Heimatstadt „Verderben“ und erzählt dem Evangelisten, dem er unterwegs begegnet, von seinem Wunsch, die Last los zu werden und in die Goldene Stadt zu ziehen. So zeigt ihm der Evangelist den Weg zur „Engen Pforte“. Unterwegs dorthin begegnen Christ viele Gefahren. Eine davon ist der „Sumpf der Verzweiflung“, in den Christ fällt und von Beistand gerettet wird. Christ begegnet auch Herrn Weltklug, der vorgibt, „schlaue“ Ratschläge zu kennen. Diese beinhalten jedoch drei schwere Irrtümer: Sie führen vom Weg zur engen Pforte ab; sie verachten die Bedeutung des Todes Jesu und sie weisen Christ einen Weg, der ihn in den Tod geführt hätte. Doch trifft Christ den Evangelisten erneut und dieser zeigt ihm, dass er von Weltklug betrogen wurde. Schließlich erreicht Christ die „Enge Pforte“, an der das Wort aus Matthäus 7,7 geschrieben steht: „Klopfet an, so wird euch aufgetan“. Nachdem er durch die Pforte geht, kommt er auf einen Berg, wo er ein Kreuz sowie ein leeres Grab vorfindet. An dieser Stelle fällt die schwere Last – seine Sünden – von seinem Rücken ins Grab. Noch während er sich darüber freut, erscheinen drei Lichtgestalten und grüßen ihn. Die erste sagt: “Deine Sünden sind dir vergeben.“ Die Zweite tauscht seine beschmutzten und zerlumpten Kleider gegen ein weißes Festgewand. Die Dritte bringt an seiner Stirn ein Zeichen an und gibt ihm eine Schriftrolle mit einem Siegel.

Der zweite Tag behandelte die Waffenrüstung Gottes, die Christ erhält. Sie besteht aus dem Gürtel der Wahrheit, dem Brustpanzer der Gerechtigkeit, den Stiefeln der Bereitschaft, dem Schild des Glaubens, dem Helm des Heils und – dem Wort Gottes – dem Schwert des Geistes. Nun muss Christ ins „Tal der Demut“. Dort wird er von einem bösen Feind namens Apollyon bedrängt. Dieser versucht Christ davon abzuhalten, in die „Goldene Stadt“ zu pilgern. Als es ihm nicht gelingt, ihn davon zu überzeugen, greift er ihn gewaltsam an. Christ kann sich jedoch dank der Waffenrüstung mit letzter Kraft verteidigen und Apollyon muss fliehen. Christ begegnet Getreu, einem anderen Pilger auf dem Weg in die „Goldene Stadt“. Er stammt ebenfalls aus „Verderben“ und sie nehmen den weiteren Weg gemeinsam in Angriff.

Am dritten Tag ist der „Eitelkeitsmarkt“ das Thema, auf dem Christ und Getreu aufgehalten werden. Christ verliert dort seinen Weggefährten. Als er dann aber vom „Eitelkeitsmarkt“ flieht, folgt ihm Hoffnungsvoll, der Christ ermutigt. Zusammen kommen sie zum „verzauberten Grund“, wo sie fast einschlafen. Trotz vieler weiterer Hindernisse erreichen Christ und Hoffnungsvoll am Ende ihr Ziel: Die „Goldene Stadt“. Bevor sie die „Goldene Stadt“ betreten dürfen, müssen sie an der Pforte ihr Zeichen auf der Stirn vorzeigen und das Zeugnis – die Schriftrolle mit dem Siegel – abgeben.

Da nicht nur die Kinder, sondern auch die Helfer von der Goldenen Stadt begeistert waren, versuchten sie ein Modell von ihr nachzubauen. Alle drei Nachmittage wurden dafür gebraucht und jeder konnte etwas dazu beitragen. Durch den großen Einsatz aller wurde die Goldene Stadt rechtzeitig fertig und konnte am Sonntag den Besuchern des Gottesdienstes vorgestellt werden. Alle freuten sich über das wunderschöne Ergebnis.

Vorher besichtigte man am Samstag bei einem Ausflug das Schoss Bückeburg.

Wenn selbst Menschenhände so etwas Faszinierendes entwerfen können, wie viel schöner wird es dann erst in der Goldenen Stadt sein!

A. Graminsky