Rückblick Kinderfreizeit 2013

Mit dankerfüllten Herzen dürfen wir auch diesmal auf die bereits zur Tradition gewordenen Herbstferientage in der Gemeinde blicken.

Seit vielen Jahren organisiert die Gemeinde in den Herbstferien eine Kinderfreizeit. So wurden auch in diesem Jahr die Kinder an drei Tagen im Oktober zu einer besonderen Zeit eingeladen. Bereits im Vorfeld wurden Einladungen gedruckt. Kindergartenfreunde und Schulfreunde wurden von unseren Sonntagschulkindern eingeladen, und Gott sei Dank, viele haben diese Einladung angenommen und sind gekommen. Insgesamt haben 88 Kinder teilgenommen. Etwa ein Drittel davon waren Kinder, die nicht regelmäßig den Gottesdienst besuchen oder sogar noch nie im Gottesdienst waren.

Monate vorher hatten sich die Lehrer der Sonntagschule getroffen und über ein Thema für diese Tage beraten. Mit Gebet und Gottes Hilfe kam man zum Ergebnis, dass man in diesem Jahr eine bekannte biblische Geschichte mit den Kindern betrachten möchte. Die Geschichte von Josef. Das Motto dieser Tage lautete:

„Vom Sklaven – zum Herrscher“.

Am Anfang schien es schwierig, neue Gedanken für die Kinder herauszuarbeiten. Doch im Laufe der Zeit, während wir uns als Lehrer immer mehr mit der Lebensgeschichte Josefs auseinandersetzten, segnete uns Gott und schenkte uns Motivation, passende Gedanken und Ideen zu diesem Thema.

Am ersten Tag (Samstag) wurden einfach Spiele gemacht. Wir mieteten zu diesem Zweck eine Sporthalle und ließen den Kindern die Möglichkeit, unter Aufsicht von Lehrern, Eltern und Jugendlichen, sich durch verschiedene Ballsportarten, Lauf- und Turnspiele näher kennenzulernen.

Die beiden folgenden Tage begannen um 10.00 Uhr. Nach der Begrüßung, dem Gebet und ein paar Liedern gingen wir zur Betrachtung der Geschichte über.

Am Montag hörten die Kinder von Josefs Kindheit, seinem Verkauf nach Ägypten und dem Sklavendienst, der für ihn im Gefängnis endete.

Am Dienstag wurde die zweite Hälfte der Geschichte erzählt. Die Träume Pharaos, durch deren Auslegung Josef zum Wesir Ägyptens erhoben wurde und nach einigen Jahren schließlich seine Familie wiedertraf.

Die Geschichte wurde den Kindern mit Hilfe einer Bilder-Präsentation vermittelt, sodass die Vorstellung des alten Ägyptens zur Zeit Josefs lebendiger werden konnte. Die Kinder hörten umso gespannter der Erzählung zu.

Die Kinder wurden entsprechend ihrem Alter in 4 Klassen eingeteilt. Bis zum Mittag fand Unterricht in den jeweiligen Gruppen statt.

Im Unterricht gingen die Sonntagschullehrer mit den Kindern altersgerecht auf die Geschichte Josefs ein. Insbesondere wurden verschiedene Lebensabschnitte Josefs betrachtet: der frühe Verlust der Mutter, die Liebe seines Vaters, die Geborgenheit im Elternhaus, sein Gehorsam dem Vater gegenüber, seine ehrliche und freundliche Art. Besonders wurde die Entwicklung Josefs in den schweren Jahren seines Lebens durchgenommen: von den Brüdern gehasst, verraten und an fremde Menschenhändler verkauft. Josefs Gottvertrauen, Ehrlichkeit und Enthaltsamkeit, seine Geduld und auch sein vergebendes Herz wurden mit den Kindern besonders besprochen und analysiert.

Als zweiten Schwerpunkt wählten wir den Gedanken „Die Erziehungsarbeit Gottes an Josefs Brüdern“. Die Eigenschaften der Brüder Josefs wie Unzufriedenheit, Neid, Unehrlichkeit führten zum Hass und schlussendlich auch zur Gewalt und Mordgedanken. Auch das passive Mitmachen von Josefs älterem Bruder Ruben wurde besonders hervorgehoben.

Wir haben versucht den Kindern zu zeigen, dass Josefs Brüder auch nach vielen Jahren genau wussten, dass sie ihren Bruder ungerecht behandelt hatten und dies nicht vergessen hatten. Als Josef sie auf die Probe stellte sah er, dass sie sich verändert hatten und für ihren kleinen Bruder Benjamin einstehen wollten. Gott arbeitete an ihren Herzen.

Mit den älteren Kindern wurde eine Gegenüberstellung von Josef und seinen Brüdern vorgenommen und die Unterschiede ausgearbeitet. Die Lebensprinzipien Josefs wurden dabei besonders hervorgehoben.

Die Kinder beteiligten sich sehr aktiv an dem Unterricht. Das Ziel war, die Kinder zum Nachdenken zu bringen und die Parallelen zur heutigen Zeit ziehen zu lassen. Auch heute noch herrscht in der Welt Neid, Hass, Gewalt. Bereits Kinder werden damit konfrontiert. Wie schön ist es doch, wenn sich Kinder in Gottes Hand sicher fühlen und auf Seine Hilfe vertrauen. Josef ist uns ein Beispiel dafür.

Gott segnete diese Tage in jeder Hinsicht. Er schenkte sehr schönes Wetter. An jedem dieser drei Tage gab es Mütter, die sich um das leibliche Wohl gekümmert haben. Wir durften uns über ein sehr leckeres Mittagessen freuen und nachmittags gab es reichlich Obst und Kuchen.

Nach dem Mittagessen gab es eine „unterrichtsfreie“ Zeit, und da es sehr warm war, konnten die Kinder draußen spielen und so auch im Spiel einander besser kennenlernen.

Nachmittags hatten die Kinder die Möglichkeit zu basteln oder zu backen.

Am ersten Tag backten die kleinen Kinder Fladenbrote, was ihnen viel Spaß machte. Die fertigen Brote wurden dann noch warm gegessen.

Die etwas größeren Kinder gestalteten einen bunten Mantel, wie Joseph einen hatte.

Die älteren Kinder wurden nach Jungs und Mädchen aufgeteilt. Die Mädchen nähten eine Tasche, die Jungs bauten draußen eine Pyramide.

Am zweiten Tag war das Bastelangebot genauso abwechslungsreich.

Man merkte, dass die Kinder miteinander viel Freude hatten.

Jeder Tag wurde mit Liedern und dem gemeinsamen Gebet abgeschlossen. Am letzten Tag hatten wir einen schönen Abschluss mit den Kindern vorbereitet:

Es wurden 100 Luftballons mit Helium-Gas gefüllt, an jeden der Ballons kam eine Schnur, an deren Ende eine Postkarte mit Bibelvers befestigt wurde.

Jedes Kind bekam einen Luftballon. Nachdem wir die erste Strophe des Liedes „Wissen sollte jedermann“ gesungen hatten, wurden die Ballons losgelassen. Die Begeisterung der Kinder war groß. So viele Ballons stiegen auf einmal hoch in den Himmel. Wir haben diese Luftballons mit Gebet begleitet in der Hoffnung, dass diese kleinen Karten für einige Seelen zum Segen werden. Mittlerweile sind einige dieser Karten zurückgekommen.

Wir sind Gott dankbar für diese segensreiche Zeit mit den Kindern. Gott hat für alles gesorgt. Die Kinder haben viel Freude an diesen Tagen gehabt. Am letzten Tag sagten viele Kinder: „Schade, dass es vorbei ist. Es war so schön“. Unser Gebet ist, dass ein kleiner Same dieser Tage in die Kinderherzen fallen würde und aufgehen möge. Mag Gott allen Teilnehmern die Gesinnung Josefs groß machen.

L. Nass