Rückblick Pfingsten

Gott hat uns, meiner Frau und mir, in diesem Jahr die Gelegenheit geschenkt, an dem Pfingstfest in Herford teilzunehmen. Wir kamen am 13. Mai in Deutschland an und hatten die Möglichkeit, vor dem Fest noch mehrere Ortsgemeinden zu besuchen und unsere Geschwister in Christus kennen zu lernen. Liebe Geschwister, die wir zuvor nie gesehen oder gekannt haben, mit denen wir uns aber wunderbar verbunden fühlen. Das ist das unbeschreiblich Herrliche bei den Kindern Gottes, dass wir eins in Gott sein dürfen.

Pfingsten ist eins der besonderen Feste der Christenheit und wurde in diesem Jahr vom 7. bis 9. Juni gefeiert. Pfingsten in Herford steht für besondere Versammlungen der Gemeinde Gottes, bei denen sich die Kinder Gottes seit vielen Jahrzehnten treffen, um dieses besondere Fest zu feiern. Es erinnert an die Verheißung unseres Heilandes: „Sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“ (Apostelgeschichte 1,8). Alle, die an diesem wunderbaren Fest teilgenommen haben, wurden Zeugen von dem Wirken des Heiligen Geistes in unserer Zeit. Die Gegenwart des Geistes Gottes war spürbar in jedem Gottesdienst.

Es ist so wunderbar, dass wir als Familie Gottes aus verschiedenen Ortsgemeinden in Deutschland und aus dem Ausland zusammenkommen konnten. Denn die Zusammenarbeit im Werk des Herrn ist von großer Wichtigkeit. Es ist der Wille Gottes, dass das Volk Gottes eins sein soll. Dafür hat unser Heiland gebetet. Wir lesen in Johannes 17,22: „Ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, dass sie eins seien, gleichwie wir eins sind.“ Und von den Jüngern Jesu an dem ersten Pfingstfest in Jerusalem wird berichtet: „Und als der Tag der Pfingsten erfüllt war, waren sie alle einmütig beieinander“ (Apostelgeschichte 2,1).

„Werdet voll Heiligen Geistes!“ war das Motto dieses Festes. Bruder Peter Ens aus Mexiko war Festredner und Gott gebrauchte ihn, das Wort in aller Klarheit zu verkündigen. Er sprach über die Themen: „Die Beschäftigung der Jünger vor Pfingsten“; „Gottes Heilmittel für die Sünde“; „Die Taufe mit Geist und Feuer“; „Die Auswirkung von Pfingsten“ und „Gott liebt dich“.

Über das Volk Gottes des Alten Testamentes wird berichtet, dass sie beim Bau der Mauer in Jerusalem „ein Herz gewannen zu arbeiten“ (Nehemia 3,38). Diese Einstellung war auch auf dem Pfingstfest deutlich zu spüren. Die Vorträge der Chöre, der Musikanten und die freudige Beteiligung der Kinder haben jeden Gottesdienst verschönert.
Die Zwischenpausen dienten dem Gespräch mit den Geschwistern und boten Gelegenheit, sich besser kennen zu lernen und manche Erlebnisse auszutauschen. Wie viele andere Feste war auch dieses Pfingstfest voller Segen und Freudigkeit. Obwohl es mit viel Arbeit bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes verbunden war, so hat es sich doch gelohnt, denn Gott gab dadurch seinen Segen. Möge Gott einem jeden die Opfer an Mühe, Zeit und Geld reich vergelten.

Am letzten Tag wurde nach dem letzten Gottesdienst noch Kranken und Bedürftigen die Möglichkeit gegeben, sich von den Brüdern salben zu lassen. Auch diese Stunde war ein großer Segen. Mehr als 20 Personen wurden mit ernstem Gebet gesalbt. Möge der Herr sich im Leben jedes einzelnen verherrlichen, der diese Verheißung für sich in Anspruch genommen hat.

Es ist mein Wunsch, dass dieses Fest seinem Motto entsprechend dazu dienen konnte: „Werdet voll Heiligen Geistes!“ Oder wie es in Epheser 4,15-16 steht: „Lasset uns […] wachsen in allen Stücken an dem, der das Haupt ist, Christus, […] und das alles in der Liebe.“

M. Günter aus Oberá, Argentinien
Dieser Artikel erschien in der Evangeliums Posaune in der Ausgabe Oktober 2014. Die christliche Zeitschrift kann kostenlos abonniert werden...