Gebetsthemen für die Gebetswoche

vom 2. - 6. Januar 2017

Aus dem Zeugnis der Bibel erkennen wir deutlich, dass Jesus als der Sohn Gottes in seinem Leben unablässig auf den Willen Gottes und auf ein ungetrübtes Verhältnis zu seinem Vater bedacht war. Z. B. sehen wir diese Haltung in seinem Bedürfnis, in seines Vaters Haus zu sein (Lukas 2,49). In Johannes 6,38 sagt er, dass er gekommen ist, um den Willen seines Vaters zu tun. Und auch seine Worte: „Ich und der Vater sind eins“ (Johannes 10,30) bestätigen das. Genau so soll auch unsere Stellung und Beziehung zu Christus und zu Gott, dem Vater, sein. In diese Richtung sollen die vorliegenden Gebetsthemen uns diesmal lenken. Möge der Herr uns alle in diesem Sinne zum Nachdenken anregen und seinen Segen schenken!

Friedrich Krebs, Kitchener CA

 

Montag, den 2. Januar 2017

I. Unser Glaubensstand und unser ganz persönliches Verhältnis zu Gott

1. Die Bibel spricht von dem „Bund eines guten Gewis- sens mit Gott“ (1. Petrus 3,21). Welch ein hoher Wert! Doch jedes Verschulden, jedes Unrecht zerstört dieses wunderbare, friedevolle Verhältnis (Jesaja 59,2).

2. Offenbarung 2,1 stellt uns die Notwendigkeit der brennenden Liebe vor Augen. Wie steht es um unsere Liebe zu Gott und seinem Wort?

3. Lässigkeit und Gleichgültigkeit sind die Vorstufe des inneren Zerfalls. Vergleiche hierzu Lukas 18,1 und 1. Tessalonicher 5,17.


Wir beten:

(Ernste Zeiten erfordern ernsthaftes Beten - Daniel 6,11-13)

a) Um eine spürbare Glaubensvertiefung und um die zunehmende Liebe zu Gott im persönlichen Gottdienen.

b) Wir bitten für solche, die eventuell gestrauchelt sind und sichtlich „Not leiden im Rudern“ (Markus 6,48).

c) Wir gedenken in Fürbitte sonderlich derer, die geist- lich gesehen zu „sterben“ drohen (Offenbarung 3,2).

Dienstag, den 3. Januar 2017

II. Unsere Stellung zum Willen Gottes

1. Ist es wirklich dein und mein aufrichtiges Wol- len und Gebet, nach Gottes Willen zu leben und zu handeln?

2. Geschieht der Wille Gottes wirklich noch in allen Entscheidungen und Bereichen unseres Lebens?

3. Jesus stuffte den Willen Gottes als eine höchste Wichtigkeit bei seinen Jüngern und vor aller Welt ein.

Er selbst konnte sagen: „Ein Beispiel habe ich euch gegeben“. In Matthäus 26,39-44 können wir lesen, wie er sich ganz dem Willen Gottes ergab.


Wir beten:

1. Um eine klare und tiefere Erkenntnis des göttlichen Willens in allen persönlichen Lagen und Lebensfragen.

2. Wir beten um Gnade und Mut und um den festen Herzensentschluss, unter allen Umständen, Bedrängnissen, Proben und Nöten ganz dem Willen Gottes unterstellt zu bleiben. Darin liegt unser Sieg!

Mittwoch, den 4. Januar 2017

III. Unsere persönliche Stellung zur Gemeinde (auch Ortsgemeinde)

1. Die Ortsgemeinde ist der Ort, da Gottes Ehre wohnen soll (Psalm 26,8). Daran sollten wir denken. Regiert sie der Heilige Geist, so wird sie Gott gefallen und eine „geliebte Stätte“ der Kinder Gottes sein.

2. T. Dwight bezeugt: „Ihr gilt mein Tränen uss, ihr gilt mein heißes Flehn; ihr will ich Zeit und Kraft  hier weih’n, bis Zeit und Kraft  vergeh’n.“ Das ist vorbildliche Stellung zur Gemeinde!

3. Jesus spricht auch von der „Verwüstung an heiliger Stätte“ (Matthäus 24,15). Sie kann aufkommen „und steht, wo sie nicht soll“ (Markus 13,14). Missstände dieser Art sind in Offenbarung Kapitel 2 und 3 deutlich aufgezeigt.

 

Wir beten:

a) Für die Ältesten und Diener der Gemeinden und ihre große Verantwortung im Dienst des Herrn. Sie werden bei aufkommenden Missständen (nach Offenbarung 2 und 3) zuerst zur Verantwortung gezogen.

b) Wir bitten um einen klaren Glaubensstand und um den rechten Gebetsgeist in allen Gemeinden.

c) Wir bitten um ein rechtzeitiges Erkennen eventueller Missstände. Auch dann ist die rechte, persönliche gottgewollte Haltung wichtig und notwendig. Und Maßstab ist in allen Dingen das Wort Gottes!

Donnerstag, den 5. Januar 2017

IV. Unsere Missionsfelder

1. Die Arbeit in andern Ländern, unter andern Sprachen und Sitten mag oft  bedenklich schwierig sein. Wie schwer lassen sich z. B. Menschen oft  von eigenen Meinungen, Ansichten oder gar falschen Lehren ablenken. Doch wer die Wahrheit erkennen will, muss bereit sein, sich von den Irrtümern zu lösen!

2. Aus den neutestamentlichen Schri en wissen wir, was die Apostel in den Missionsfeldern durchgegangen sind. Ebenso sind auch viele Missionare nach großen Mühen, Kämpfen und Leiden nie wieder heimgekehrt.

 

Wir beten:

a) Um Gedeihen und Frucht aus der mühevollen Aus- saat des Wortes Gottes in allen Missionsfeldern.
Wir gedenken der Brüder und ihrer Arbeit auf den Philippinen, in Afrika, Südamerika, Mexiko und Russland.

b) Wir beten für alle Menschen und Völker, die dem göttlichen Licht noch völlig entfremdet sind.

c) Wir wollen auch der zunehmenden Verfinsterung und Gottentfremdung im Inland vor Gott gedenken. Unser Herr kann gewiss noch immer Menschen aus den dicken Mauern des Unglaubens herausretten.

Freitag, den 6. Januar 2017

V. Unsere Mitmenschen und Mitgeschwister in Gefahren, Nöten, Trübsalen und Leid

1. Beachten wir hier bitte die besondere Anmahnung des Paulus an Timotheus: 1. Timotheus 2,1–5.
2. Wir wollen Gott besonders für den hohen Wert der Fürbitte danken und sie auch einsetzen.

3. Die Tatsache, dass Jesus Christus wirklich noch heute derselbe ist und es ewig bleibt (Hebräer 13,8), will uns Kraft  und Mut geben zu beten ohne Aufhören (Kolosser 1,9; 1. Tessalonicher 5,17).

 

Wir beten:

a) Für alle, die um ihres Glaubens willen verachtet, be- droht, unterdrückt und verfolgt werden und z. T. keinerlei Hoffnung haben. Man denke hier an aufkommende Prüfungen, Verzagtheit und dergleichen (2. Korinther 1,8–11).

b) Wir gedenken derer, die in großen inneren Nöten und Gefahren stehen, wie z. B. im Unglauben, in Zweifel, in innerer Verhärtung oder auch in bewusster, ewiger Verlorenheit! Lies aber Jakobus 5,19-20.

c) Wir beten für alle Kranken in unserem Bekannten- und Verwandtenkreis und in allen Gemeinden im In- oder Ausland. Sonderlich bitten wir um das „herzliche Erbarmen Gottes“ für die Langzeitkranken!