Radiosendung »Botschaft des Heils« 2014

»Botschaft des Heils« ist ein viertelstündiges Radio-Programm mit einer Kurzansprache und geistlichen Liedern.

 

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Datum Titel Beschreibung
28.12.14 Jesus der Erste und der Letzte Offenbarung 1,17 + Psalm 40,5 no flash Download
21.12.14 Weihnachten mit oder ohne Freuden Matthäus 3,3 + Jesaja 44,21 no flash Download
14.12.14 Die wunderbar große Liebe Gottes 1.  Johannes 3,1 + Johannes 3,16 no flash Download
07.12.14 Das beharrliche Warten Lukas 12 + Sprüche 10,28 no flash Download
30.11.14 Dieser ewige Jesus Hebräer 13,8 + 1. Korinther 3 no flash Download
23.11.14 Steig eilend herab Lukas 19,1 no flash Download
16.11.14 Der Segen der Gerechtigkeit Psalm 24,3 + Römer 5,1 no flash Download
09.11.14 Die Ungerechtigkeiten und ihre Folgen Sprüche 22 + Hebräer 10,38 no flash Download
02.11.14 Rauhe Wege zum oberen Ziel Markus 6,47 + Philipper 1,12 no flash Download
26.10.14 Helden im Dienst des Evangeliums Richter 5,13 + Psalm 89,20 no flash Download

Liebe Freunde und Zuhörer der Radiosendung »Botschaft des Heils«

Seit nunmehr fast 8 Jahren betreuen wir als Gemeinde die Zuhörer unserer 15-minütigen Sendung im europäischen und deutschsprachigen Raum. Hierbei soll nicht unerwähnt bleiben, dass das Programm von unseren Gemeinden in Kanada erstellt, und dann von einer Radiostation in Ecuador ausgestrahlt wird. Durch die vielen Zuschriften haben wir über die Jahre viele Kontakte mit unseren Zuhörern aufbauen können, und so einen guten Einblick in die Hörerschaft erhalten.

Dabei wurden wir unweigerlich auch auf die Thematik der "QSL - Karten" aufmerksam gemacht. Diese werden vom Herausgeber der Sendung, oder von der Radiostation für eingesandte Radio-Empfangsbestätigungen verschickt. Ende 2007 haben wir uns dazu entschlossen, für jedes Jahr eine neue Serie dieser QSL - Karten herauszugeben, und konnten dadurch den Kreis der Zuhörer kontinuierlich erweitern.

Sollten Sie es einmal nicht schaffen, uns im entsprechenden Quartal einen Empfangsbericht zu schicken, so können Sie die QSL - Karten früherer Quartale und Jahre anfordern.

 

„Als Christ in der Gesellschaft“ heißt unser Motto für dieses Jahr. Wieder gibt es vier Quartale, in denen diesmal vier Themen vorgestellt werden, wodurch sich ein Christ von seiner Umgebung im moralisch besten Sinne hervorheben kann: Verantwortung, Nächstenliebe, Aufrichtigkeit und den Missionsauftrag.

Unsere Wahrnehmung, maßgeblich geprägt durch Medien und Erziehung, formt unser Weltbild. Wir werden beeinflusst aber beeinflussen gleichzeitig auch andere Menschen durch unsere Meinung, unser Verhalten, unseren Umgang.  Wir sind Christen. Aber wird dies von unserer Umgebung überhaupt bemerkt? Und wodurch soll das geschehen? Einen ersten Anstoß zum Nachdenken über diesen wirklich weitläufigen Komplex sollen die oben genannten Themen sein, die zur jeweiligen QSL-Karte in einem kleinen Begleittext erläutert werden.

Nun wünschen wir Ihnen Gottes Segen beim Hören der Sendung und freuen uns auf Ihre Empfangsberichte und Zuschriften.

Ihr Radioteam

Quartal I/2014 Verantwortung

Suchet der Stadt Bestes [...] und betet für sie zum Herrn; denn wenn’s ihr wohl geht, so geht’s auch euch wohl. Jeremia 29,7

Jeremia richtet diese Worte an die Exilgemeinde des zerschlagenen judäischen Königreiches, die nach ihrer vernichtenden militärischen Niederlage in die Hauptstadt der siegreichen Macht deportiert worden war und dort für 70 Jahre unter Kontrolle des Königs Nebukadnezar weiterleben musste. Sie lebten im fremden Babel in Babylonien (dem heutigen Bagdad) – oder vielmehr: Sie saßen auf gepackten Koffern und träumten von der Rückkehr nach Jerusalem. Denn Jeremia muss seine Zuhörer auffordern, das zu tun, was fast alle Menschen überwiegend tun: Häuser bauen, Äcker bestellen und ernten, Kinder gebären, die dann irgendwann heiraten und die Kette der Generationen fortsetzen. Nun bestand diese Exilgemeinde überwiegend aus der judäischen Führungsschicht, die selbst noch nie gearbeitet hatte, sondern immer andere für sich arbeiten lies. Außerdem wollten sie sich nicht mit dem fremden Volk vermischen, denn es diente einem anderen Gott.

Gott weiß Bescheid und Jeremia auch, dennoch kommt er in diese Situation hinein und sagt: „Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und esst ihre Früchte; nehmt Frauen und zeugt Söhne und Töchter, und nehmt Frauen für eure Söhne und  euren Töchtern gebt Männern zur Frau, damit  sie Söhne und Töchter gebären, damit ihr euch mehrt und eure Zahl nicht abnimmt! Und sucht den Frieden der Stadt, in die ich euch weggeführt habe, und betet für sie zum Herrn; denn in ihrem Frieden werdet auch ihr Frieden haben.“ (V. 5-7)

Die Juden lebten unter fremder Herrschaft und doch gibt Gott ihnen die Verantwortung für ihr weiteres Leben in die Hand: nicht die Babylonier sind entscheidend, sondern die Juden; durch ihr Gebet und ihr Verhalten können sie ihre schlechte Ausgangslage zum Besten wandeln.

Gott forderte von den Juden eine kategorische Umstellung ihres Denkens und ihrer Gewohnheiten. Auch wir sind „Gäste und Fremdlinge“ (Hebr. 11,13) und auch wir werden von Gott vor derartige Herausforderungen gestellt. Fragen wir, was jeder beitragen kann zum Wohl des Gemeinwesens, unabhängig von Herkunft, Geschick oder Alter. Fragen wir danach, was das Beste für die Stadt ist und suchen wir Antworten. Stellen wir uns der gottgegeben Verantwortung, auch wenn unsere Stadt, unser Land in größter Gottesferne leben: Durch Gebet, Geisteshaltung und konkretes Verhalten vermögen wir die Geschicke unserer Stadt und unseres Landes zu beeinflussen.

Quartal II/2014 Nächstenliebe

Du sollst keinen Mord begehen, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst keine falschen Aussagen machen, ehre deinen Vater und deine Mutter und liebe deine Mitmenschen wie dich selbst. Matthäus 19.18-19

Die Geschichte des reichen Jünglings, der trotz aller gehaltenen Gebote nicht weiß, wie er in den Himmel kommen kann, bei Jesus um Rat fragt und die Antwort erhält, seinen gesamten Besitz zu verkaufen und ihn den Armen zu schenken, zielt auf den erste Blick eher auf das Thema Nachfolge als auf Nächstenliebe. Und doch hängt beides zusammen.

Jesus betont besonders das Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Die große praktische Bedeutung des Gebotes ist einleuchtend: praktische Nächstenliebe ist wichtig, weil der Hungernde von Liebe allein nicht satt wird, der Frierende ohne Spende keine warme Kleidung erhält und der Verzagte ohne Mitgefühl auch keinen Trost. Es liegt an uns, gegenüber Jedermann ein freundliches Auftreten und ein unvoreingenommenes Denken zu pflegen und unterstützende Hilfe im Alltag, die Versorgung mit Nahrung oder Medizin für Bedürftige zu organisieren. Es ist ein breites Spektrum, was alles getan werden kann, um andere Menschen zu unterstützen; der Kern der Nächstenliebe aber bleibt die Liebe.

Der reiche junge Mann berichtet über sich selbst, die oben stehenden Gebote seit seiner Kindheit zu halten und seine Frage, was er noch Gutes tun könne, um ins Himmelreich zu kommen, zeigt sein strebendes Bemühen. Doch darauf geht Jesus gar nicht weiter ein; er schaut in des Jünglings Herz hinein und sieht, dass dort keine Nachfolge gelebt wird. Der junge Mann lebt einen Glauben, der auf Gerechtigkeit durch gute Werke beruht und sich nicht auf Gottes Gnade und Liebe stützt. Deshalb lädt Jesus ihn ein: folge mir nach – nachdem du alles verkauft hast und dir in dieser Welt wirklich kein Ding wertvoller ist, als ich. Doch das kann der junge Mann nicht – er geht betrübt davon. Er hängt an seinen Gütern. Und schließlich braucht er diese ja auch, um gute Werke zu tun und gerecht zu werden. Wir wissen aber, dass nicht die Werke uns gerecht machen, sondern der Glaube. Und im Brief an die Korinther steht, dass noch wichtiger als der Glaube die Liebe ist (1. Kor.13,13). Wenn der junge Mann also Gerechtigkeit nur durch gute Werke definierte, so fehlte es ihm an Glauben und noch mehr an Liebe. Über die herausragende Bedeutung der Liebe ist in der Bibel viel zu lesen; besonders deutlich treffen für diesen Zusammenhang die Worte aus 1. Kor. 13, 1-3 zu: „Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, so dass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe aussteilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!“ Welch‘ vernichtendes Urteil erginge über uns, wenn milde Gaben oder freundliches Lächeln lediglich strategische Manöver wären, aber nicht aus echtem Gottesglauben und gottgewollter Nächstenliebe motiviert wären!

Wenn Jesus uns also unser Letztes oder das Liebste abfordert, dann lasst uns nicht betrübt davongehen. Zeigen wir ihm unsere Gesinnung der wahren Nächstenliebe, die auch zu großen Opfern bereit ist und zu einer Liebe ohne Schranken gegenüber Jedermann.

Quartal III/2014 Aufrichtigkeit

Gebt jedem das, was ihr ihm schuldet: Zahlt dem, der Steuern einzieht, die Steuern, zahlt dem Zollbeamten den Zoll, erweist dem Respekt, dem Respekt zusteht, und erweist dem Ehre, dem Ehre zusteht. Römer 13,7

Es verwundert nicht, dass über den Anfang des 13. Kapitels immer wieder heftig diskutiert wurde, denn gleich zu Beginn heißt es da: „Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit angeordnet ist, die ist von Gott.“ Dies erklärt Paulus einer römischen Gemeinde, die unter dem verschwenderischen Kaiser Nero lebte. Nero milderte zwar zunächst die Steuerlasten, sollte sich aber nach dem Brand in Rom zu einem grausigen Christenverfolger entwickeln. Das Volk beschuldigte ihn der Brandstiftung, doch Nero – um von sich abzulenken – machte die Christen zu Sündenböcken. Zu welchem Zeitpunkt Paulus diesen Brief an die Römer schrieb, ist nicht genau überliefert; doch hätten die späteren Entwicklungen Paulus zu einer anderen Aussage bewogen? Hätte er Christen empfohlen, gegen eine mörderische Regierung zu rebellieren?

Das leitende Vorbild für uns Christen ist Jesus, sein Verhalten und Denken soll unsere Orientierung sein. Wie also stand Jesus der Obrigkeit gegenüber? Zunächst definierte er zwei Machtbereiche mit den Worten: „Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist und Gott, was Gottes ist.“ Dass es beide Bereiche gibt, entspricht also Gottes Ordnung. Jesu´ Vision einer göttlichen Herrschaft unterschied sich aber vom bestehenden Regierungssystem fundamental. Dies machte er mit seinem Einzug in die Stadt Jerusalem deutlich: wurde die Kaiserparade in Rom hoch zu Ross abgehalten, zeigte sich Jesus demütig und volksnah und zog auf einem Esel in Jerusalem ein. Auch gegenüber Soldaten, Schriftgelehrten und anderen Autoritäten verhielt er sich nie drohend oder aggressiv, obwohl er ihnen gegenüber auch nicht unkritisch war: Berechtigte Kritik übte Jesus im ruhigen, sachlichen Gespräch, wies auf Missstände hin und erörterte fehlerhaftes Verhalten. Bis in den Tod hinein war sein Leben geprägt von Milde und Demut.

Paulus Worte an die römische Gemeinde waren also im Sinne Jesu: Jeder Christ soll sich Autoritäten unterordnen. Dies gilt auch heute noch. Allerdings nicht bedingungslos, sondern aufmerksam und kritisch.

Wenn Paulus weiterhin die römische Gemeinde auffordert, ihre Steuerabgaben ehrlich zu entrichten, so ist dies nur eins von vielen möglichen Beispielen. Ehrlichkeit in Sachen Steuern oder die Befolgung der Verkehrsregeln sind ein äußeres Zeichen für eine aufrichtige innere Einstellung. Die Befolgung staatlicher Regeln wird Frieden schaffen, Konflikte mildern und Gefahren vorbeugen. Obwohl unser Alltag und unsere Umgebung anders aussehen, als die von Jesus oder Paulus, ist unsere gesellschaftliche Verantwortung als Christen gleichgeblieben. Wenn andere nur widerwillig ihre Steuer entrichten, abschätzig und missgünstig über Vorgesetzte und Beamte sprechen: sind Christen da ein Vorbild? Wie falsch solch ein auflehnendes Verhalten vor Gott ist, erläutert uns Paulus: ein jeder zieht Gottes Zorngericht auf sich, dessen innere Haltung gegenüber der Obrigkeit nicht ehrerbietend und respektvoll ist. Doch die Unterordnung hat Grenzen: Keine Macht der Welt hat das Recht, zum Verstoß gegen Gottes Gebote aufzufordern. Ein Christ darf nicht gehorchen, wenn ihm von Autoritäten eine Sünde befohlen wird oder wenn er seinen Glauben an Jesus Christus verleugnen soll (Apg. 5,29). Deshalb gibt es Zeiten, in denen ein Gläubiger sich den Zorn von Menschen zuziehen muss, wenn er Gott gehorchen will.

Damit so etwas möglichst nicht im großen Stil vorkommt, wollen wir Christen für unsere Regierung und deren Politik beten und aktiv an adäquaten Lösungsstrategien mitarbeiten.

Quartal IV/2014 Missionsauftrag

Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern.

Matthäus 28,19

Großartig, was Jesus hier sagt: alle Völker erhalten die Chance, die rettende Botschaft zu hören. Es ist nicht mehr nur ein einziges Volk, Israel, das Zugang zu Vergebung und ewigem Leben hat, alle Nationen dürfen teilhaben. Im Alten Testament sagte Gott dies schon zu Abraham: „Durch dich sollen alle Geschlechter der Erde Segen erlangen“ (1.Mose 12,3). Der Hoffnungsfunke für die ganze Welt war schon früh sichtbar.

Jesu Botschaft bringt allen Geschlechtern dieser Erde Segen. Und doch drängt sich mitunter der Eindruck auf, Gespräche über Gott und seine Worte wären unangebracht, niemand möchte mehr zuhören. Verstärkt wird diese Wahrnehmung durch populäre Medien, die christliche Mission oft als „Zwangschristianisierung“ darstellen. Viele Beiträge beschränken sich auf die brutalen Kreuzzüge und die mittelalterliche Inquisition der Kirchen, beschreiben deren gewalttätige Missionsanstrengungen, um sogenannte „Heidenmenschen“ von der christlichen Religion zu „überzeugen“, obwohl es eher um Macht, Einfluss und Unterwerfung ging. Klar, dass mit solcher Mission heutzutage niemand in Verbindung gebracht werden möchte.

Doch die Aufforderung Jesu steht im Raum: geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern. Glücklicherweise gab und gibt es Christen, die selbstlos fremde Länder und Kulturen bereisten, Sprache und Traditionen erlernten und keine Mühe scheuten, fremden Völkern auch unter Lebensgefahr Gottes Botschaft zu verkünden. Andere blieben an ihrem Heimatort um hier in christlicher Nächstenliebe Waisenhäuser, Armenhäuser, Pflegeheime oder Schulen aufzubauen. Keine dieser Biographien beschreibt einen einfachen, klar planbaren Weg. Täglich standen Herausforderungen wie Mangel an Geld, an Nahrung und Kleidung, behördliche Schikanen etc. vor den Missionaren.

Der Großteil unserer heutigen Christen ist nicht für besondere Projekte verantwortlich, sie leben ihr Christentum im Alltag. Familie, Beruf, Freunde, Bekannte oder auch lose Kontakte: Jede einzelne Begegnung ist die Aufforderung Gottes an uns Christen, hier und jetzt die göttliche Vergebung und Liebe zu repräsentieren – in Wort und Tat. Manchmal braucht es große Worte und fulminante Projekte. Ein anderes Mal genügt ein freundlicher Blick, eine Ermutigung, ein unausgesprochener Hinweis auf Gott.

Wie auch immer sich deine persönliche Mission gestaltet: nimm sie nicht auf die leichte Schulter, denn du kannst den göttlich versprochenen Segen unter die Leute bringen.