Die Barmherzigkeit Gottes

Hebräer 4,16 - Monatsvers November


„Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben."

Woran denken wir und wie reagieren wir bei dem Begriff „Barmherzigkeit“? Verbinden wir mit Barmherzigkeit eher Schwäche und Weichheit? Wo kann man sie finden? Ist sie erstrebenswert und was kostet sie?

Barmherzigkeit gilt als eine der Haupttugenden und doch ist sie oftmals wenig im Menschen zu finden. Der Hauptgrund dafür ist ganz sicherlich die Tatsache, dass man das Angebot Gottes, der auf seinem Thron sitzt und uns allen seine Barmherzigkeit kostenlos anbietet, nicht ausreichend in Anspruch nimmt durch Glauben und Gebet. Dabei hat sie jeder dringend für sich und für seine Mitmenschen nötig.

Barmherzigkeit ist in erster Linie keine Eigenschaft des Menschen, sondern eine Eigenschaft Gottes, von der der Mensch abhängig ist. Gott selbst ist der Vater der Barmherzigkeit, der uns lehrt barmherzig zu sein. ER ist der Geber aller guten Gaben und die Erde ist voll seiner Güte.

 

Die Barmherzigkeit ist einer der größten Eigenschaften unseres Gottes, eine Quelle unermesslichen Segens. Doch worin gipfelt Gottes Barmherzigkeit an uns? Sie gipfelt in der Gabe seines Sohnes, Jesus Christus. Durch ihn hat unser Gott einen Weg gebahnt der uns aus der größten erdenklichen Not der Seele erretten kann - aus der Sünde. „Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“ Apg. 4,12. Nicht durch die Kirche, nicht durch eine Religion oder andere erdenklichen Mittel ist es möglich.

 

In Jesus Christus finden wir Vergebung unserer persönlichen Sünden und die Annahme bei Gott sein Kind zu sein. Welch eine unverdiente, unaussprechlich großzügige Zuwendung des Vaters an uns. Gottes Erbarmen ist für alle da, aber nicht ohne eine Ordnung. Angeboten wird sie jedem, aber sie verwirklicht sich nur bei dem, der sich mit Jesus verbindet.

Wer aber die Barmherzigkeit Gottes mit Füßen tritt, der kann nur die Abweisung Gottes erwarten. Dies würde in allen Hinsichten zu einem Verlust und zu Verlorenheit hinführen.

Erfahrene Barmherzigkeit Gottes dagegen löst Dank und Freude aus. Sie macht Schluss mit dem berechnenden "Wie du mir, so ich dir", dem abweisenden "Was geht mich das an?" oder dem vorwurfsvollen "Daran bist du selbst schuld". Sie gibt positive Lebenskraft und ermöglicht wiederum selber barmherzig zu sein gegen Jedermann.

Haben Sie schon Gottes großzügiges Angebot an sich erfahren? Wenn nicht, so treten Sie zuversichtlich im Gebet zu dem Thron der Gnade, so werden Sie Erbarmen finden für ihre nach Hilfe rufende Seele. So wird Gottes größtes Angebot auch Ihr Anteil sein.

„Denn es sollen wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber meine Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der HERR, dein Erbarmer.“ Jes. 54,10