Denn so sehr hat Gott hat die Welt...
Joh. 3,16 - Monatsvers April
O Haupt voll Blut und Wunden,
Voll Schmerz und voller Hohn,
O Haupt, zum Spott gebunden
Mit einer Dornenkron’,
O Haupt, sonst schön gezieret
Mit höchster Ehr’ und Zier,
Jetzt aber höchst schimpfieret:
Gegrüßet sei’st du mir!
Viele Menschen kennen diesen Choral, den der bekannte Dichter Paul Gerhardt im 17. Jahrhundert ins Deutsche übersetzt hat. Es ist vielleicht eines der bekanntesten Passionslieder überhaupt, das nun schon jahrhundertelang immer wieder zu Osterzeit gesungen wird.
Gerhardt, der zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges aufwuchs und lebte, hatte schon früh erlebt, wie Tod, Gewalt, Krankheit und allerlei Not dem Menschen zusetzen und das Leben in manchen Situationen schier unerträglich machen.
Doch wie sieht es heute, 400 Jahre später aus?
Gewiss, durch die fortschrittliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte geht es vielen so gut wie noch nie und dafür sollten wir dankbar sein! Wenn wir allerdings die Nachrichten verfolgen, so hören wir immer noch von Krieg, gewalttätigen Unruhen und von solch schrecklichen Katastrophen wie der in Japan. Zeitzeugen berichteten, sie konnten angesichts der Not in der Flutkatastrophe nur noch beten.
Muss Gott uns – damals wie heute – erst durch Not und Leid führen, damit wir einmal inne halten und über ihn nachdenken und zu ihm beten?
Lieber Leser, nutzen Sie diese Osterzeit dazu, einmal darüber nachzudenken, welche Rolle Jesus Christus in Ihrem Leben spielt und ob es für Sie von Bedeutung ist, dass er damals gekreuzigt wurde!
Lassen Sie mich die Antwort Paul Gerhardts vorstellen, die er in einer Strophe des Liedes erläutert:
Nun, was du, Herr, erduldet,
Ist alles meine Last;
Ich hab’ es selbst verschuldet,
Was du getragen hast.
Schau her, hier steh’ ich Armer,
Der Zorn verdienet hat;
Gib mir, o mein Erbarmer,
Den Anblick deiner Gnad’!
Die Bibel berichtet uns ganz unmissverständlich davon, dass Jesus Christus gestorben ist, um unsere Sünden – Ihre und meine, die uns von Gott und dem ewigen Leben im Himmel trennen – zu vergeben:
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er den einzigen Sohn gab, damit jeder, der auf ihn vertraut, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.
Johannes 3,16 (Bruns)
Lieber Leser, wenn Sie in dieser Osterzeit zu Jesus kommen und Er Ihnen die Sünden vergibt und ein neues Leben schenkt, so heißt das nicht, dass Ihnen von jetzt ab keine Krankheit oder keine Not mehr begegnet. Aber trotz allem haben Sie Grund und Ursache, nicht den Mut zu verlieren und nach vorne zu schauen. Mit Jesus in Ihrem Herzen können Sie dann einstimmen:
Ich danke dir von Herzen,
O Jesu, liebster Freund,
Für deines Todes Schmerzen,
Da du’s so gut gemeint.
Ach gib, daß ich mich halte
Zu dir und deiner Treu’
Und, wenn ich nun erkalte,
In dir mein Ende sei!
