Denn meine Augen haben dein Heil gesehen...
Lukas 2,30 - Monatsvers Dezember
„Denn meine Augen haben dein Heil gesehen..." (Bruns-Übersetzung)
Lieber Leser, hast du dich selbst schon einmal in der Weihnachtsgeschichte wiedererkannt?
Nicht dass mein oder dein Name dort zu lesen ist, nein. Es gibt dort Personen, in deren Verhalten wir uns selbst wiedererkennen können.
Zum Einen gibt es die Gruppe von Menschen, die sich über Jesu Kommen aufrichtig gefreut hat: Die Hirten, die Gott für alles, was sie gesehen und gehört haben, loben und preisen. Die Weisen aus dem Morgenland kommen von weit her angereist, bringen dem Kind in der Krippe Geschenke und beten es an. Auch die Prophetin Hanna und Simeon, von dem der obige Vers stammt, danken Gott von ganzem Herzen dafür, dass sie den Erlöser mit eigenen Augen sehen konnten.
Ganz anders sieht die Reaktion bei Herodes aus: Seine Ablehnung Jesus gegenüber geht so weit, dass er – außer sich vor Zorn, dass er das Kind nicht finden konnte – alle Jungen bis zu 2 Jahren in Bethlehem und Umgebung töten lässt.
Die geistliche Elite jener Zeit (Schriftgelehrte und Priester) scheinen hingegen von dem ganzen Geschehen nicht sonderlich beeindruckt zu sein. Als Herodes sie aufgeregt fragt, wo der erwartete Messias geboren werden soll, können sie es ihm anhand einiger Bibelstellen aus dem Alten Testament genau berichten. Sie wissen von dem versprochenen Erretter, viele Einzelheiten sogar. Aber mehr auch nicht.
Lieber Leser, bestimmt kannst du dich in einer der Gruppen wiederentdecken. Wenn du zur ersten Gruppe gehörst, dann hast du allen Grund, von ganzem Herzen Weihnachten zu feiern.
Wenn du du den beiden letzten Gruppe gehörst, dann denke doch noch einmal darüber nach, welche Bedeutung Jesus für dich in diesem und im nächsten Leben haben kann.
Bedenke die Worte Jesu: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!“ (Schlachter-Übersetzung).
