Ich will euch trösten...

Jesaja 66,13 - Monatsvers Februar

 

Liebe Leser, da hat sich ein Kind wehgetan, es weint und ist untröstlich. Wie lange? Bis, ja bis die Mutter kommt und es tröstet. Viele von uns haben das als Kind erlebt.
Da ist ein Kind, manchmal auch ein schon erwachsenes Kind, krank. Es leidet. Wer kann in dieser Situation helfen? Ich meine mit dem Helfen nicht unbedingt die medizinische Hilfe. Es gibt eine Hilfe, einen Trost, den ein Mediziner so nicht leisten kann. Es ist der Trost der Mutter. Es sind die guten Worte, die dem Kind wieder neuen Mut geben. Vielleicht ist es auch ein Ausblick in die Zukunft: „Ich weiß, dass das wieder gut wird. Ich bin ganz sicher, du kannst dich darauf verlassen. Es dauert vielleicht ein bisschen, vielleicht auch länger, aber ich weiß genau, dass alles wieder gut wird.“ Mit diesem Bild spricht Gott sein Volk in dem Monatsvers an: „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet“ (Jesaja 66,13).
Das ist was Gott seinem Volk und ich denke auch jedem von uns ganz persönlich sagen will.
Und das sind seine Worte: „Fürchte dich nicht, hab keine Angst. Ich habe dich lieb. Darauf kannst du felsenfest bauen. Das wird sich nicht ändern. Komm zu mir, ich meine es immer gut mit dir. Und wenn du dir wehgetan hast, wenn du Schmerzen hast, wenn du leidest an deinem Körper oder auch an deiner Seele, dann will ich dich trösten. Und wenn du Angst hast vor der Zukunft, vor dem nahenden Ende, dann will ich dich trösten.“ Womit er dich tröstet? Hier tröstet er sein Volk mit einem Blick in eine wunderbare Zukunft, die er bereithält für sein Volk. Vielleicht tröstet er dich mit einem Blick in die wunderbare Herrlichkeit, die dich erwartet. Vielleicht tröstet er dich auch einfach nur mit seiner Nähe, mit dem Gefühl, bei ihm geborgen zu sein wie es ein Kind bei seiner Mutter ist.

Ich mache uns Mut, unserem Gott, der uns in Jesus Christus so nahe gekommen ist, so zu begegnen. Vielleicht brauchen wir dazu Zeit, vielleicht müssen wir das erst lernen. Aber wir sollten uns darauf einlassen.
Das wünsche ich mir für jeden Leser und auch für mich ganz persönlich. Dass wir diesen Gott nicht aus einer falschen Angst heraus meiden, sondern IHN „allezeit“ vor unserem inneren Auge haben mit der festen inneren Überzeugung dass er direkt bei uns ist und uns trösten will.

Zielaussage: Wer von Gott getröstet ist, kann selber andere trösten und vertieft damit den Trost in sich.