„Dieser Mann war wirklich Gottes Sohn.“

Matthäus 27,54 - Monatsvers April


Es waren nicht die Juden, die Jesus am Kreuz hängen sehen wollten, welche die Worte des Monatsverses sprachen.
Es waren auch nicht die Jünger, die doch noch am Vorabend noch beteuerten, Jesus nie verlassen zu werden.
Wer war es dann? Wer war die Person, die die Kreuzigung verfolgte, die dabei war?
Es war ein römischer Hauptmann, der die Kreuzigung beaufsichtigte. Er sah zu, wie Jesus gekreuzigt wurde, hörte seine Worte, sah die hereinbrechende Finsternis, Jesu Tod, das Erdbeben – und merkte, dass es nicht ein gewöhnlicher Mensch war, der vor seinen Augen den Tod fand.

Wir – 2000 Jahre später – wissen vielleicht mehr als dieser Römer, der in erster Linie einen Befehl ausführte. Oder doch nicht? Wissen wir über Ostern Bescheid? Wissen wir, dass Jesus gekreuzigt wurde und wieder auferstand, damit wir an ihn glauben und ewiges Leben finden?
Ein Blick auf die Umfrageergebnisse in den letzten Jahren zeigt beispielsweise, dass für 40 Prozent Ostern eine persönliche Bedeutung hat. Was ist mit den restlichen 60 Prozent?
Ist Karfreitag nur einer von vielen Feiertagen, an dem noch zusätzlich ein gesetzliches Tanzverbot gilt?

Pfarrer Wilhelm Busch berichtet von einem Treffen zum Osterfeuer, das viele Jugendliche in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg im Teutoburger Wald besuchten. Ein junger Mann ergriff das Wort:  „Schluss mit dem Christentum! Das hat zweitausend Jahre Zeit gehabt, die Welt zu erneuern. Und was ist geschehen? In seinem Namen sind Menschen gemartert und getötet worden! In seinem Namen ist eine Welt von Heuchelei aufgebaut worden! Schluss damit! Ein Neues muss kommen! Das Christentum ist tot! Das Christentum ist tot!“
Da entgegnete ihm ein anderer: „Gut! Mag sein! Es mag sein, dass das Christentum tot ist. Aber – Jesus Christus lebt!“
Das ist der Kern der Osterbotschaft. Auch heute.