Dem anderen vergeben

...vergebt einer dem andern, wie auch Gott euch vergeben hat in Christus. Epheser 4,32

Vergebung: Ein zentraler Punkt im Zusammenleben einer Gesellschaft, einer Gruppe und letztendlich auch bei zwei Menschen. Wir leben von Vergebung und sind auf sie angewiesen – und dies zugleich in Beziehung zu unseren Mitmenschen wie auch in unserem Verhältnis zu Gott.

Vergebung, das wichtige Thema des Neuen Testaments, gipfelt schließlich auf dem Hügel Golgatha in dem Kreuzestod Jesu, der damit eine Brücke zwischen Menschen und Gott bildet, auf der Vergebung und innerer Friede erlangt werden kann.
Gottes Vergebungsangebot steht damit und es liegt an uns, es anzunehmen und der Einladung Jesu zu folgen: „Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken“ (Matthäus 11,28).

Doch wie gestaltet sich unsere Beziehung zu unseren Mitmenschen? Was ist, wenn sie uns persönlich Unrecht oder dergleichen antun? Sind wir bereit, ihnen zu vergeben?
In der Bergpredigt deutet Jesus klar auf den Wert des friedlichen Zusammenlebens hin. Gott kann uns erst vergeben und unser Leben neu gestalten, wenn wir dazu bereit sind, anderen zu vergeben: „Wenn ihr denen vergebt, die euch Böses angetan haben, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben. Wenn ihr euch aber weigert, anderen zu vergeben, wird euer Vater euch auch nicht vergeben“ (Matthäus 6,14-15).

Klingen diese Aufforderungen nach Vergebung ein wenig kindisch, verstaubt oder altbacken in deinen Ohren? Nun, ein Blick in die Tageszeitung oder vielleicht auch in deinen Bekanntschaftskreis kann aber schon genügen, um festzustellen, wie viel Spannungen, Streitigkeiten und andere Differenzen aus der Welt geräumt könnten, wenn sich jeder dieses zu Herzen nehmen würde: Vergeben – in großen und kleinen Dingen des Lebens.