Was ist Ostern?

Offenbarung 1,18a - Monatsvers April

Ich bin der Lebendige! Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit.

Ostern: Osterhase, Ostereier, Osterferien, Osterurlaub…ist das alles, was Ostern zu bieten hat? Oder geht es vielleicht doch um mehr?
Was ist Ostern? Um was geht es dabei eigentlich? Was hat die Auferstehung Jesu Christi mit meinem Leben zu tun?
Lassen wir an dieser Stelle den gleichnamigen Artikel aus der neuen Ausgabe der Evangeliums Posaune sprechen.

Was ist Ostern?
Ein großartiger Redeschwall prasselt auf mich nieder:
„Ostern – das ist das Fest der erwachenden Natur. Gehen Sie doch hinaus und lauschen Sie auf das Erwachen des Lebens, wie es uns überall entgegenklingt! Das Leben siegt! Das ist Ostern!“
„Würden Sie mir einen Gefallen tun?“
„Das kommt darauf an, was es ist.“
„Ich wollte Sie gern bitten, zu meinem Freund mitzukommen und ihm diese Osterrede zu halten, die Sie mir gerade vorgetragen haben. Ich möchte Sie nur darauf aufmerksam machen, dass der Mann im Krieg sein Augenlicht verloren hat. Vielleicht freut es ihn, wenn er Ihre Osterrede hört...“
„Ja, aber wenn der Mann blind ist, wie soll ich da von der erwachenden Natur reden? Aber – der Mann ist doch wohl verheiratet und hat Kinder?“
„Ja, gewiss, einen Sohn hat er.“
„Gut, dann gehe ich mit und will ihm sagen, dass das Leben, - Ostern ist eben Fest des Lebens, wie ich es verstehe, - dass dieses Leben in seinen Nachkommen weitergeht, dass er sozusagen eine Auferstehung in seinen Kindern erlebt.“
„Ach, sagen Sie das dem blinden Mann nicht! Es würde ihn bestimmt nicht trösten“
„Ja, warum denn nicht?“
„Sehen Sie, sein Sohn ist eben sein großer Kummer. Der ist, wie man so sagt, aus der Art geschlagen. Er hat krumme Sachen gemacht und sitzt im Augenblick im Gefängnis.“
„Ja, aber was soll ich dem Mann denn da sagen? Da ist Ihr Freund aber auch eine ganz besondere Ausnahme.“
„Sagen Sie das nicht! Es gibt mehr Leute, als Sie in ihrem naiven Optimismus ahnen, die Sie mit Ihrer Osterrede auslachen würden. Was übrigens meinen Freund betrifft, brauchen Sie keine Bange zu haben. Der feiert auch so Ostern. Der kennt nämlich den lebendigen Heiland. Wenn er auch blind ist, so hat er doch das Heil in Jesus Christus erkannt. Wirklich, den brauchen Sie nicht zu trösten. Gewiss, der Sohn macht ihm Kummer. Aber mit diesem Kummer geht er im Gebet zu seinem auferstandenen Herrn. Jesus hat ja den Seinen gesagt: ‚Ich bin bei euch alle Tage.‘ (Matthäus 28,20). Er nennt sich selbst den Fürsprecher für seine Nachfolger beim Vater im Himmel. So redet denn mein Freund über seinen Sohn mit Jesus. Er hofft und weiß, der lebendige Heiland kann auch ihm begegnen und ihn auf einen neuen Weg führen. Nein, den Mann brauchen Sie nicht zu trösten.
Aber wenn Sie mal Trost brauchen, dann will ich Sie zu ihm führen. Der Mann weiß, was Ostern wirklich ist. Darum ist ihm geholfen, und darum kann er auch Ihnen in trostloser Stunde helfen.“