Heimkehr zum Vater

Lukas 15,18 - Monatsvers Juli

Ich will zu meinem Vater nach Hause gehen…

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn – es ist eine der bekannteren Geschichten, die viele noch aus ihrer Kindheit und Jugendzeit kennen.
Es ist die Geschichte eines jungen Mannes, dem es zuhause zu eng wird. Er lässt sich vorzeitig sein Erbe auszahlen und zieht in die weite Welt: jung, frei und wohlhabend. Endlich kann er aufatmen.

Sein Glück hält ziemlich genau so lange wie sein Geld ausreicht. Als dann noch die allgemeine wirtschaftliche Situation des Landes schwierig wird, beginnt sein sozialer Abstieg.
Gestern noch in verschwenderischer Partylaune, heute in wachsender Sorge um seinen Lebensunterhalt, morgen ein hungernder Schweinehirte.

In all seiner Not, in seiner tiefen Enttäuschung über die Kurzlebigkeit des Glücks keimt eine neue Frage in ihm auf: Was mache ich hier eigentlich? Wieso lebe ich so, obwohl es mir eigentlich viel besser gehen könnte?
Und er trifft eine Entscheidung: „Ich will zu meinem Vater nach Hause gehen und sagen: Vater, ich habe gesündigt, gegen den Himmel und auch gegen dich, und ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen. Bitte stell mich als einen deiner Tagelöhner ein.“ (Lukas 15,18-19)

Das ist der Zeitpunkt, an dem sich das Ganze entscheidend ändert. Bis hierher war es das Gleichnis vom verlorenen Sohn, nun beginnt eine andere, eine neue Geschichte. Eine Geschichte, die auch zu Deiner werden kann.

Der Artikel „Heimkehr zu Gott“ ist einer von vielen Texten rund um das Thema „Gott – der Vater“ in der neuen Ausgabe der Evangeliums Posaune.