Zweimal geboren werden

Markus 1, 15b - Monatsvers März

Jesus sagt: Kehrt um zu Gott und glaubt an die rettende Botschaft!

Auf dem Marburger Friedhof steht ein Grabstein mit einer auffallenden Grabinschrift: „Hier ruht R. R., geboren am…, zum zweiten mal geboren am…, zur Ruhe des Volkes Gottes eingegangen am…“

Es ist kaum anzunehmen, dass der Verstorbene diese Grabinschrift selbst vorher so verfasst hat, aber seine Angehörigen werden aus seinem Mund manchmal gehört haben, wie er zum lebendigen Glauben an Christus kam. Ja er hat sogar davon erzählen können, an welchem Tag ihm das Evangelium von Christus lebendig geworden ist. Daraufhin wurde dann diese Inschriftauf den Grabstein gesetzt.

In meiner früheren Gemeinde hat mein alter Gemeindevorsteher mir einmal erzählt, wie es bei ihm zur Wiedergeburt gekommen ist. Er fand eine Bibel seines Vaters, in der auf der ersten Seite geschrieben stand: „Geboren am…, zum zweitenmal geboren am…“ Daraufhin hatte er seine Mutter gefragt, was das bedeutete, und die Mutter erzählte ihm von dem inneren Erleben seines Vaters. Das hatte ihn dann so beunruhigt, dass er auch selbst anfing, nach dem wahren Leben aus Gott zu suchen und zu fragen. Er ließ nicht nach zu beten, bis ihm neues Leben geschenkt wurde. Seitdem konnte auch er bekennen: „Ich bin von neuem geboren.“ Wie es für uns kein äußeres Leben gibt ohne Geburt, so gibt es kein inneres Leben ohne Wiedergeburt. Diese für unser Leben entscheidende Wahrheit hat Jesus klar ausgesprochen: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er dasReich Gottes nicht sehen.

Dieser Text stammt aus der aktuellen Ausgabe der Evangeliums Posaune mit dem Titel „Taufe und Evangelium“. Besonders in diesen Wochen vor Ostern laden wir unsere Leserinnen und Leser neu dazu ein, über Jesus Christus und sein Evangelium nachzudenken.