Was sagt die Bibel?

In unserer neuen Kategorie möchten wir Begriffe rund um den Glauben auf biblischer Grundlage kurz erklären. Taucht einer dieser Begriffe in einem Text auf unserer Webseite auf, können Sie über einen Link direkt die Erklärung durchlesen. Wir hoffen, dass Ihnen manche Begriffe so verständlich werden und wünschen Gottes Segen!

Streiter Christi

Was ist ein "Streiter Christi"?

Wir leben in einer Welt, in der zwei Mächte herrschen. Zum einen handelt es sich hier um die Macht Gottes, zum anderen um die Macht der Finsternis, die des Teufels. Diese beiden Mächte kämpfen gegeneinander und sind bemüht, den einzelnen Menschen für sich zu gewinnen. So ist jeder, ob er nun möchte oder nicht, in diesen Kampf zwischen "Gut und Böse" verstrickt. Hat sich der Mensch für die Seite Gottes entschieden, indem er ein echter Christ, also ein Kind Gottes, geworden ist, versucht der Teufel mit seiner Macht, diesen Menschen wieder unter seine Herrschaft zu bekommen. Da Sünde den Menschen von Gott trennt, ist der Teufel bemüht, den Christen wieder zum Sündigen zu verführen und kämpft somit gegen ihn an. Jegliche neutestamentliche Ausführung in Verbindung mit "Kampf", "Streiter" oder "Waffe" ist somit immer aus einer geistlichen, nicht aus einer natürlichen Perspektive zu sehen. Dementsprechend kann man einen Christen als "Soldat", oder eben auch als "Streiter Christi" bezeichnen, da er auf Gottes Seite gegen den Teufel und seine Macht kämpft. Damit ist nicht gemeint, dass Christen ihren Glauben durch Waffengewalt verteidigen dürfen und sollen, sondern es geht darum, hier auf der Erde ein sündenfreies Leben führen zu können und somit dem Teufel und seiner Macht keinen Spielraum zu geben. Um dies umsetzen zu können, gibt Gott seinen "Streitern" oder "Soldaten" eine bestimmte "Waffenrüstung" mit auf den Weg, die wir in der Bibel in Epheser 6,11ff. finden.

Taufe

Was sagt die Bibel zur "Taufe"?

Mit dem Akt der Taufe wird der Gehorsam Gott gegenüber öffentlich bezeugt. Durch das vollständige Untertauchen ins Wasser symbolisiert man sein Sterben für das (alte) sündige Leben, weswegen gelegentlich auch vom "Wassergrab" gesprochen wird.
Durch Jesu Vergebung unserer Sünden sind wir wiedergeboren, quasi zu einem neuen Leben auferweckt, was das Wiederauftauchen symbolisiert. Es zeigt auch, dass wir bereit sind, Jesus Christus bis in den Tod zu folgen und einmal (mit ihm) wiederauferstehen werden.
Demnach soll auch nur ein Mensch getauft werden, der sich zu Gott bekehrt und sich frei zu diesem Schritt entschieden hat. Diese Voraussetzungen sind von einem Kleinkind nicht zu erwarten, weshalb wir die Kindertaufe nicht praktizieren, zumal die Bibel die Kindertaufe nicht erwähnt.

Teufel

Was versteht die Bibel unter "Teufel", "Satan" oder "Feind"?

Das Wort Teufel (griech. "diabolos") bedeutet so viel wie "Verleumder" oder "Verkläger". Die Bibel beschreibt ihn auch als den Vater der Lüge (Johannes 8,44), den Herrscher der Welt (Epheser 6,12) und personifiziert ihn als das Böse. Da er das genaue Gegenteil Gottes darstellt, ist er sein Feind. Sein Ziel ist es, den Menschen mit allen Mitteln von der Gemeinschaft mit Gott fern zu halten. Durch Lügen, Halbwahrheiten und viele andere Dinge versucht er den Menschen zur Sünde zu verleiten und die Konsequenzen der Sünde zu verharmlosen. Dazu kann er gute Motive vortäuschen und als "Engel des Lichts" auftreten (2. Korinther 11,14).

Vergebung

Was ist "Vergebung"?

Mit Vergebung ist zumeist die Sündenvergebung gemeint. Die Sündenvergebung ist eine unmittelbare Folge der Buße.
Der Mensch bekommt (Sünden)-Vergebung, wenn er darum bittet. Nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Gott ist darum zu bitten, da man nicht nur Beziehungen zu Menschen, sondern auch eine Beziehung zu Gott hat. Da Gott uns liebt und seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde gesandt hat, der für uns die Strafe der Sünde getragen hat, wird unsere Bitte um Vergebung erhört. "So wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt..." (1. Johannes 1, 9a).
Die Vergebung, die wir von Gott empfangen, bedeutet, dass unsere Sünde von uns genommen wird, dass sie getilgt wird. Ihrer wird nicht mehr gedacht, wir haben nichts mehr zu befürchten.
Die Vergebung ist für alle Menschen da und für jeden Menschen notwendig, da jeder Mensch als sündiger Mensch geboren wird.
Jede Sünde, egal wie groß sie sein mag, wird uns von Gott vergeben – wenn wir ihn ernsthaft darum bitten! "Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden" (Jesaja 1,18a).
Doch gibt es eine Sünde, die uns von Gott nicht vergeben werden kann: die Lästerung des Heiligen Geistes. "...wer aber lästert den heiligen Geist, dem soll es nicht vergeben werden" (Lukas 12, 10b).
Die Vergebung all unserer Sünden durch Jesus Christus ist eine notwendige Bedingung, um in den Himmel zu kommen.
Als Christen werden auch wir von Gott dazu aufgefordert, unseren Mitmenschen zu vergeben - insbesondere, damit auch wir Vergebung bekommen. "Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben" (Matthäus 6,15).

Verordnungen

Was sind "Verordnungen"?

Die Verordnungen sind bestimmte Gebote und Handlungen Jesu, welchen seine Jünger Folge leisten sollten. Es handelt sich dabei um ein symbolisches Handeln ohne errettende Wirkung. Dazu gehören die Taufe (Matthäus 28, 19), die Fußwaschung (Johannes 13, 14-15) und das Abendmahl (Lukas 22, 19-20). Auch heute werden diese Gebote von christlichen Gemeinden befolgt.

Versuchung

Was ist eine "Versuchung"?

Eine Versuchung ist der Anreiz des Teufels hin zur Sünde. Er weiß, dass Sünde den Menschen von Gott trennt und versucht deshalb, diesen Zustand mit verschiedensten Mitteln herbeiführen (Lukas 4,13; 1. Petrus 5,8).
An manchen Stellen der Bibel finden wir aber auch Aussagen, dass Gott die Menschen versuchte (vgl. 5. Mose 8, 2). Im Gegensatz zu den Absichten des Teufels möchte Gott die Menschen jedoch nicht zum Bösen verleiten, sondern durch manche Dinge, die er zulässt, ihren Glauben prüfen und dadurch letztendlich Gutes in ihnen wirken. Jakobus 1, 2-4: „Betrachtet es als Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird. Denn durch solche Bewährungsproben wird euer Glaube fest und unerschütterlich. Bis zuletzt sollt ihr so unerschütterlich festbleiben, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen Christen werdet und niemand euch etwas vorwerfen kann oder etwas an euch zu bemängeln hat“ (nach „Hoffnung für alle”).

Volk Gottes/ Volk Israel/ Heiden

Was sagt die Bibel zum Thema "Volk Gottes", "Volk Israel" oder "Heiden"?

Vor Jesu Leben auf dieser Erde war das Volk Gottes bzw. das Volk Israel ganz klar nach Abstammung definiert. Jeder, der von Geburt her Israelit und damit Mitglied eines der zwölf Stämme Israels war, gehörte zum Volk Gottes. Gott hatte sich diesen Stamm auserwählt und ihn zu seinem Volk gemacht – dem Volk Gottes.
Heiden waren all die Menschen, die dem Volke Gottes nicht zugehörig waren. Das war die Situation zu Zeiten des Alten Testaments.
Diese Ordnung änderte sich zu Zeiten des Neuen Testaments mit Jesu Erlösungswerk auf Golgatha: Da er für ALLE (Johannes 3,16) gekommen ist, sind auch die Heiden in seinen Erlösungsplan eingeschlossen.
Nach heutiger Auffassung gehören also alle wiedergeborenen Menschen (Johannes 3, 1-7) dem Volk Gottes an – welches sinnbildlich auch den Namen Volk Israel tragen kann – und jeder, der nicht wiedergeboren ist, gilt als Heide. Niemand ist durch seine Nationalität dem Volk Gottes zugehörig oder von ihm ausgeschlossen.

Vollkommenheit

Was genau ist unter "Vollkommenheit" zu verstehen?

Das größte Vorbild eines Christen ist Jesus Christus selbst. Jesus war als Mensch in seinem Denken, seinen Motiven und seinem Handeln usw. vollkommen, d.h. er erfüllte in allem den Willen Gottes. Die Bibel zeigt uns an mehreren Stellen, dass ein Christ zu jeder Zeit das Bestreben haben sollte, so zu werden, wie Jesus es war (Philipper 2, 5; 1. Petrus 2, 21; Lukas 6, 40).
Es soll jedoch nicht im Sinne eines fehlerlosen und perfekten Lebens verstanden werden. Für den Glauben eines Kindes Gottes bedeutet das, dass es nach bestem Wissen und Gewissen Jesus nachfolgt und ihn in seiner Vollkommenheit als ein Vorbild nimmt – so, wie es zum Beispiel der Apostel Paulus tat: Philipper 3, 12-15.

Wahrheit

Gibt es die "absolute Wahrheit"?

Die Bibel sagt uns, dass es die absolute Wahrheit gibt: „Jesus spricht: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Johannes 14, 6). Wenn jemand die Wahrheit sucht, dann sucht er/sie Jesus. Wenn jemand die Wahrheit wissen will, dann fragt er/sie Jesus. Wenn es um Jesus geht, geht es um die Wahrheit.

Welt

Was versteht die Bibel unter "Welt"?

Wenn die Bibel von der "Welt" spricht, so ist damit in der Regel nicht unsere Erdkugel gemeint, sondern alle (menschlichen) Verhaltensweisen und Einstellungen, die im Gegensatz zur biblischen Lehre stehen und/oder diese bewusst missachten.
Ein "weltlicher" Lebensstil ist demnach von Einflüssen und Gewohnheiten geprägt, die den biblischen Werten wie Sittlichkeit, Demut oder Gottesfurcht widersprechen.
In der Bibel wird eine sehr klare Definition der Welt gegeben, ebenso wie mit dieser umzugehen ist: "Liebt nicht die Welt! Hängt euer Herz nicht an das, was zur Welt gehört! Wenn jemand die Welt liebt, hat die Liebe zum Vater keinen Raum in seinem Leben. Denn nichts von dem, was diese Welt kennzeichnet, kommt vom Vater. Ob es die Gier des selbstsüchtigen Menschen ist, seine begehrlichen Blicke oder sein Prahlen mit Macht und Besitz – all das hat seinen Ursprung in dieser Welt. Und die Welt mit ihren Begierden vergeht; doch wer so handelt, wie Gott es will, wird für immer leben" (1. Johannes 2,15-17). "Geistlich" zu leben bedeutet hingegen, durch den Glauben an Gott neues Leben aus ihm erhalten zu haben, seine Gebote anzuerkennen und sie zu befolgen. Dafür verspricht er uns "in Ewigkeit zu bleiben", also nach unserem Tod zu ihm in den Himmel zu kommen. Als Christ ist man dazu angehalten, ein Leben im Einklang mit Gottes Willen zu führen und sich nicht von der "Welt" beeinflussen zu lassen. Diese treibt einen Keil zwischen den Menschen und Gott. Man kann nicht gleichzeitig geistlich und weltlich leben - jeder muss für sich selbst entscheiden, welchen der zwei Wege er einschlägt.

Zeugnis

Inwiefern ist der Begriff "Zeugnis" auch zu verstehen?

Ein öffentliches Bekenntnis der Hilfe Gottes nennen wir ein "Zeugnis". Anlässe hierfür können beispielsweise sein: Bekehrung, Heilung von Krankheit, Bewahrung in gefährlichen Situationen, Gottes Hilfe bei Schwierigkeiten und dergleichen. Sinn und Zweck eines Zeugnisses ist es, Gott den Dank und die Ehre für sein Eingreifen zu geben. Gott gefällt es, wenn wir ihm den Dank erweisen: "Zeige Gott deinen Dank - das ist das Opfer, das ihm gefällt" (Psalm 50,14).

Zion

Welche Bedeutung hat der Begriff "Zion"?

Zion ist der ursprüngliche Name eines Hügels und einer darauf errichteten Festung im südöstlichen Teil des heutigen Jerusalems. Nach der Eroberung der Festung durch den israelitischen König David, der Jerusalem zur Hauptstadt seines Reiches gemacht hatte, wurde Zion zu einer Bezeichnung für den Tempelberg und schließlich für ganz Jerusalem und seine Bewohner. Er wurde zum Namen und Symbol der Stadt Gottes und des „großen Königs” (Psalm 48,2-15.). Die  Bibel verwendet den Begriff im neutestamentlichen Zeitalter als Synonym für die Gemeinde Gottes. Zion ist der „heilige Berg”(Psalm 2,6), der Wohnort Gottes und seines Heiligtums (Psalm 9,12), ein Ort der Rettung und der Erlösung, des Lobes und Gottesdienstes.
In dem bekannten Adventslied „Tochter Zion” wird auf die neutestamentliche Bedeutung hingewiesen:
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!
Sieh, dein König kommt zu dir, ja, er kommt, der Friedefürst
Tochter Zion, freue dich, jauchze laut, Jerusalem!

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