Was sagt die Bibel?

In unserer neuen Kategorie möchten wir Begriffe rund um den Glauben auf biblischer Grundlage kurz erklären. Taucht einer dieser Begriffe in einem Text auf unserer Webseite auf, können Sie über einen Link direkt die Erklärung durchlesen. Wir hoffen, dass Ihnen manche Begriffe so verständlich werden und wünschen Gottes Segen!

Gebet

Was genau ist ein "Gebet"?

Das Gebet ist ein Gespräch mit Gott. In unser Gebet können wir alles mit einbeziehen, was uns sorgt, berührt oder in sonst irgendeiner Weise beschäftigt. Das Gebet muss nicht zwingend ein lautes Gespräch mit Gott sein. Man kann ebenso still in seinen Gedanken beten. Im Neuen Testament gibt uns Jesus selbst anhand des Vaterunsers ein Beispiel, wie wir beten können. Es ist keine strikte Vorgabe, eher eine Hilfe für Menschen, die nicht wissen, wie sie beten sollen. Es enthält Bitten und Lobpreisungen. Unser Gebet sollte darüber hinaus auch den Dank für die Dinge beinhalten, die er uns bereits geschenkt hat (zum Beispiel: Familie, Arbeit, Nahrung etc.). Die Bibel sagt: "Macht euch um nichts Sorgen! Wendet euch viel mehr in jeder Lage mit Bitten und Flehen und voll Dankbarkeit an Gott und bringt eure Anliegen vor ihn" (Philipper 4,6).

Geistliche Waffenrüstung

Was können wir uns unter einer "Geistlichen Waffenrüstung" vorstellen?

Die geistliche Waffenrüstung dient unserem Schutz vor dem Teufel, dem geistlichen Feind. Diese wird uns von Gott zur Verfügung gestellt. Zu ihr gehört zunächst der „Brustpanzer der Gerechtigkeit“. Das meint, dass ein Christ durch den Glauben an Jesus Christus vor Gott gerecht geworden ist und dadurch unter Gottes Schutz steht. Zudem ist der Christ mit dem „Schild des Glaubens“ und dem „Schwert des Geistes”, dem Wort Gottes (= Bibel) ausgerüstet. Durch das Lesen der Bibel und den Glauben des Christen an Gott hat der Christ äußerst wirksame Mittel zur Hand, den Versuchungen des Teufels erfolgreich zu trotzen. Weiter besitzt ein Christ „den Helm des Heils“ (Gewissheit der Errettung) und ist „mit der Bereitschaft gestiefelt“, das Evangelium von Jesus Christus weiterzutragen (vgl. Epheser 6, 11-17).

Gemeinde Gottes

Woher stammt die Bezeichnung "Gemeinde Gottes"?

Die Bezeichnung „Gemeinde Gottes“ findet ihren Ursprung in den Anfängen der christlichen Gemeinde in Jerusalem (Apostelgeschichte 20, 28), die sich nach ihrer Gründung an Pfingsten als erste Ortsgemeinde darstellt. Die Bezeichnung „Gemeinde Gottes“ ist demnach direkt der Bibel entnommen, wo sie wiederholt erwähnt wird (z. B. 1. Korinther 1, 2; 1. Thessalonicher 2,4).
Zur Gemeinde Gottes gehören alle Kinder Gottes dieser Welt, die durch die Vergebung der Sünde eine persönliche Verbindung zu Gott haben und sein Wort – die Bibel – zur Grundlage ihres Glaubens und Handelns nehmen. In diesem Fall bezeichnen wir sie auch als Universalgemeinde.

Gerechtigkeit

Was versteht die Bibel unter "Gerechtigkeit"?

Mit der biblischen Gerechtigkeit ist zumeist nicht die von uns Menschen als fair eingestufte Entscheidung oder das Ausüben von "verdienter" Vergeltung gemeint.
Gottes Gerechtigkeit verlangt, dass für begangene Sünde Wiedergutmachung erforderlich ist. Dies kann ein Mensch nicht durch eigene Bemühungen erreichen, sondern allein durch den Glauben an die Vergebung der Sünden durch Jesus Christus. Die Bibel sagt: "Den, der ohne jede Sünde war, hat Gott für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch die Verbindung mit ihm die Gerechtigkeit bekommen, mit der wir vor Gott bestehen können" (2. Korinther 5,21). Auf diese Weise kann auch der schlimmste Sünder und Verbrecher gerecht werden bzw. Gerechtigkeit empfangen.
"Doch Gott erklärt uns aus Gnade für gerecht. Es ist sein Geschenk an uns durch Jesus Christus, der uns von unserer Schuld befreit hat" (Römer 3, 24).

Gericht

Was ist das "Gericht", das die Bibel beschreibt?

Die Bibel spricht davon, dass nach dem Tod alle Verstorbenen vor Gott stehen und nach ihren Taten hier auf der Erde gerichtet werden. Besonders deutlich wird dies in Offenbarung 20, Vers 12 und 15 erklärt. Da auch in den davorliegenden Kapiteln oft die Bildersprache verwendet wurde, muss nicht zwingend davon ausgegangen werden, dass beispielsweise mit "Feuersee" ein brennender See gemeint sein muss. Es könnte auch ein Ort sein, in dem Gewissensbisse gleich brennendem Feuer den Menschen quälen. Trotzdem ist die Botschaft des Gerichtes sehr eindeutig und an vielen anderen Stellen ähnlich beschrieben, z. B. Johannes 5, 29 oder Daniel 12, 2.
Die Grundlage des Gerichtes wird die Bibel sein, insbesondere die von Jesus hier auf der Erde ausgesprochenen Reden (Johannes 12, 48). Der Richter wird Jesus selbst sein (Apostelgeschichte 10,42). Weil er den Preis für die Sünden bezahlt hat, kann er die Menschen, die an ihn geglaubt haben und dadurch im Lebensbuch stehen, gerecht sprechen, ohne selbst ungerecht zu werden.

Geschwister

Was meint die Bibel mit Bruder, Schwester oder Geschwister?

Mit dem Ausdruck “Bruder”, “Schwester” oder “Geschwister” ist nicht unsere eigentliche Verwandtschaft gemeint, sondern Menschen, die durch den Glauben an Jesus Kinder Gottes geworden sind. Sie haben Jesus in ihr Herz aufgenommen und dadurch neues Leben aus Gott bekommen. Somit ist Gott ihr “Vater” und sie gehören deshalb untereinander im biblischen Sinne zur Familie Gottes.

Gewissen

Was versteht die Bibel unter "Gewissen"?

Das Gewissen (griech. syneidesis, Gewissen, Mitwissen) beurteilt unabhängig, ob gewollt oder ungewollt, unser Handeln oder unsere Entscheidungen nach persönlichen ethischen bzw. moralischen Vorstellungen. Die Bibel räumt dem Gewissen keinen absoluten Orientierungsmaßstab ein, da es von den biblischen Grundsätzen abweichen kann. Jedoch verurteilt sie einen Verstoß gegen das eigene Gewissen als Sünde, auch wenn die Handlung, die Gewissensbisse hervorruft, in der Bibel nicht als Sünde eingeordnet ist (Römer 14, 22 -23). Durch die Erkenntnisse, die wir aus der Heiligen Schrift gewinnen, können wir unser Gewissen den Richtlinien Gottes anpassen, also Übergewissenhaftigkeit entschärfen oder in anderen Situationen das Gewissen sensibilisieren, um Gott besser gefallen zu können.
So lange das Gewissen anhand der Bibel nicht ausgerichtet wurde, ist also auch ein gutes Gewissen nicht ein Indiz dafür, dass wir mit Gott im Reinen sind. Wenn wir jedoch die Vergebung durch Christus erfahren haben, brauchen wir anklagenden Gedanken bezüglich der begangenen Sünden kein Gehör schenken und dürfen uns stattdessen im Glauben auf Jesu Sühnopfer stützen. Die innere Freude ist Ausdruck eines guten, von Gott bestätigten Gewissens  (1. Johannes 3, 19 -21).

Glaube

Wie beschreibt die Bibel den "Glauben"?

Die Bibel beschreibt den Glauben folgendermaßen: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.” (Hebräer 11, 1).
Der Glaube ist demnach eine vertrauensvolle Hinwendung zu Gott, eine bewusste Entscheidung, seine Existenz, sein Wort und seine Liebe für sich in Anspruch zu nehmen.
Der Glaube ist aber auch die Bedingung, um mit Gott in Gemeinschaft zu treten: „Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt” (Hebräer 11, 6).

Gleichnis

Was sind eigentlich "Gleichnisse"?

Ein Merkmal der Predigten Jesu ist die Verwendung von Gleichnissen. Um seine Lehre den Zuhörern zugänglich zu machen, gebrauchte Jesus Alltagssituationen, unter denen sich jeder etwas vorstellen konnte. Eines der bekanntesten Gleichnisse ist das vom Verlorenen Sohn (Lukas 15, 11-32).

Gnade

Was ist eigentliche "Gnade"?

Gnade bedeutet das Erbarmen Gottes und die Möglichkeit, Sündenvergebung zu erhalten. Eine Erläuterung zur Römer 3, 24 (Schlachter-Übersetzung 2000) sagt Folgendes: „Wer an Jesus Christus glaubt, wird gerecht gemacht und gerecht gesprochen ohne eigenen Verdienst, aufgrund des stellvertretenden Sühnopfers des Sohnes Gottes. Gnade ist ein unverdientes, freiwilliges, aus Liebe erwiesenes Handeln Gottes.
So lange ein Mensch lebt, besteht die Möglichkeit, diese Gnade für sich in Anspruch zu nehmen (Hebräer 3, 7-8a).

Gnade/ Gnadenzeit

Was versteht die Bibel unter "Gnade" oder "Gnadenzeit"?

Zeitlich gesehen schließt die Gnadenzeit jeden Tag unseres Lebens hier auf der Erde ein. Inhaltlich gesehen bezeichnet die Gnadenzeit unsere Chance, Gottes Versöhnungsangebot anzunehmen und dadurch sein Nachfolger, ein Kind Gottes, zu werden (Epheser 2, 8).
Gnade bedeutet demnach das Erbarmen Gottes und die Möglichkeit, Sündenvergebung zu erhalten.

Gnadenwerk

Was ist mit "Gnadenwerk" gemeint?

Als Gnadenwerk wird oft der Prozess der Bekehrung bezeichnet, da durch die Gnade Gottes die Möglichkeit einer Bekehrung besteht. Ohne Gottes Gnade würde niemand Vergebung von Gott empfangen. Auch das Erkennen seiner eigenen Schuld, kommt nicht ohne Gottes Gnade zustande (Römer 2,4). Außerdem ist der Weg zur Bekehrung ein Plan Gottes, der erst durch den Tod Jesu – also das Opfern von Gottes eigenem Sohn - ermöglicht wurde. Somit hat Gott hier ein Werk zur Errettung der Menschen erschaffen, das allein auf Gnade basiert.
Als sogenanntes zweites Gnadenwerk wird oft die Heiligung bezeichnet, da es auch hier Gottes Gnade ist, die diese Möglichkeit geschaffen hat.

Golgatha

Was ist "Golgatha"?

Golgatha ist die Bezeichnung eines Hügels außerhalb Jerusalems, auf dem Jesus Christus gekreuzigt wurde. Übersetzt bedeutet es „Schädelstätte“ (Matthäus 27,33).
Durch Jesu Tod auf Golgatha ermöglichte er jedem Menschen die Erlösung von der Sünde.

Göttliche Heilung

Was versteht die Bibel unter "göttlicher Heilung"?

Die Bibel berichtet sowohl im Alten als auch im Neuen Testament davon, dass Menschen ganz ohne Hinzutun ärztlicher Hilfe gesund  wurden – selbst von „unheilbaren” Krankheiten (2. Könige 5; 2. Könige 20; Markus 7,31f.; Markus 10,46f.; Apostelgeschichte 3,1-10).
Alle diese Menschen heilte Gott. Mal tat er es ganz direkt, mal benutzte er dazu einen Propheten oder Apostel, denen er die Gabe der Wunderheilung gab oder er tat es durch seinen Sohn Jesus Christus.
Diese Art der Heilung war nicht nur früher möglich, sondern genauso auch heute. Die Bibel fordert uns dazu auf, in Krankheitsfällen mit erfahrenen Christen zusammen zu beten und sich von diesen mit Öl salben zu lassen (Jakobus 5,14). Dass Gott uns heilen möchte, zeigt uns Jesus, da er alle gesund machte, die zu ihm kamen (Lukas 4,40). "Ich will kommen und ihn gesund machen" (Matthäus 8,7). Die Tatsache der göttlichen Heilung erfordert nicht eine grundsätzliche Ablehnung der schulmedizinischen Versorgung.

Götze

Was bedeutet "Götze"?

Das hebräische Wort für Götze „elil“ bedeutet soviel wie „nichts“ oder „nichtig“. Im Deutschen ist es eine Verminderung des Wortes „Gott”, was soviel wie „kleiner Gott“ heißen soll. In der Bibel finden wir die klare Anweisung Gottes, dass wir uns weder Bilder von ihm machen noch andere Götter neben ihm haben sollen (2. Mose 20, 3+4). Sie berichtet jedoch mehrfach davon, dass das Volk Israel zeitweilen vom Glauben an Gott abkam und stattdessen Götzen anbetete.
Heute kann ein Götze mehr als nur eine Statue oder Figur sein! In diesem Sinne beschreibt ihn auch der Duden als „Person oder Sache, die zu jemandes Lebensinhalt wird, von der sich jemand sklavisch abhängig macht, obwohl sie es nicht wert ist”. Ein Götze ist somit etwas, an das wir unser Herz hängen und das uns wichtiger wird als Gott, z.B. Arbeit, Familie, Hobbys usw. Auch wenn wir sie nicht anbeten, können sie dazu führen, dass Gott in unserem Leben in den Hintergrund gestellt oder sogar ganz ausgeschlossen wird.

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