Was sagt die Bibel?

In unserer neuen Kategorie möchten wir Begriffe rund um den Glauben auf biblischer Grundlage kurz erklären. Taucht einer dieser Begriffe in einem Text auf unserer Webseite auf, können Sie über einen Link direkt die Erklärung durchlesen. Wir hoffen, dass Ihnen manche Begriffe so verständlich werden und wünschen Gottes Segen!

Vergebung

Was ist "Vergebung"?

Mit Vergebung ist zumeist die Sündenvergebung gemeint. Die Sündenvergebung ist eine unmittelbare Folge der Buße.
Der Mensch bekommt (Sünden)-Vergebung, wenn er darum bittet. Nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Gott ist darum zu bitten, da man nicht nur Beziehungen zu Menschen, sondern auch eine Beziehung zu Gott hat. Da Gott uns liebt und seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde gesandt hat, der für uns die Strafe der Sünde getragen hat, wird unsere Bitte um Vergebung erhört. "So wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt..." (1. Johannes 1, 9a).
Die Vergebung, die wir von Gott empfangen, bedeutet, dass unsere Sünde von uns genommen wird, dass sie getilgt wird. Ihrer wird nicht mehr gedacht, wir haben nichts mehr zu befürchten.
Die Vergebung ist für alle Menschen da und für jeden Menschen notwendig, da jeder Mensch als sündiger Mensch geboren wird.
Jede Sünde, egal wie groß sie sein mag, wird uns von Gott vergeben – wenn wir ihn ernsthaft darum bitten! "Wenn eure Sünde gleich blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden" (Jesaja 1,18a).
Doch gibt es eine Sünde, die uns von Gott nicht vergeben werden kann: die Lästerung des Heiligen Geistes. "...wer aber lästert den heiligen Geist, dem soll es nicht vergeben werden" (Lukas 12, 10b).
Die Vergebung all unserer Sünden durch Jesus Christus ist eine notwendige Bedingung, um in den Himmel zu kommen.
Als Christen werden auch wir von Gott dazu aufgefordert, unseren Mitmenschen zu vergeben - insbesondere, damit auch wir Vergebung bekommen. "Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben" (Matthäus 6,15).

Verordnungen

Was sind "Verordnungen"?

Die Verordnungen sind bestimmte Gebote und Handlungen Jesu, welchen seine Jünger Folge leisten sollten. Es handelt sich dabei um ein symbolisches Handeln ohne errettende Wirkung. Dazu gehören die Taufe (Matthäus 28, 19), die Fußwaschung (Johannes 13, 14-15) und das Abendmahl (Lukas 22, 19-20). Auch heute werden diese Gebote von christlichen Gemeinden befolgt.

Versuchung

Was ist eine "Versuchung"?

Eine Versuchung ist der Anreiz des Teufels hin zur Sünde. Er weiß, dass Sünde den Menschen von Gott trennt und versucht deshalb, diesen Zustand mit verschiedensten Mitteln herbeiführen (Lukas 4,13; 1. Petrus 5,8).
An manchen Stellen der Bibel finden wir aber auch Aussagen, dass Gott die Menschen versuchte (vgl. 5. Mose 8, 2). Im Gegensatz zu den Absichten des Teufels möchte Gott die Menschen jedoch nicht zum Bösen verleiten, sondern durch manche Dinge, die er zulässt, ihren Glauben prüfen und dadurch letztendlich Gutes in ihnen wirken. Jakobus 1, 2-4: „Betrachtet es als Grund zur Freude, wenn euer Glaube immer wieder hart auf die Probe gestellt wird. Denn durch solche Bewährungsproben wird euer Glaube fest und unerschütterlich. Bis zuletzt sollt ihr so unerschütterlich festbleiben, damit ihr in jeder Beziehung zu reifen Christen werdet und niemand euch etwas vorwerfen kann oder etwas an euch zu bemängeln hat“ (nach „Hoffnung für alle”).

Volk Gottes/ Volk Israel/ Heiden

Was sagt die Bibel zum Thema "Volk Gottes", "Volk Israel" oder "Heiden"?

Vor Jesu Leben auf dieser Erde war das Volk Gottes bzw. das Volk Israel ganz klar nach Abstammung definiert. Jeder, der von Geburt her Israelit und damit Mitglied eines der zwölf Stämme Israels war, gehörte zum Volk Gottes. Gott hatte sich diesen Stamm auserwählt und ihn zu seinem Volk gemacht – dem Volk Gottes.
Heiden waren all die Menschen, die dem Volke Gottes nicht zugehörig waren. Das war die Situation zu Zeiten des Alten Testaments.
Diese Ordnung änderte sich zu Zeiten des Neuen Testaments mit Jesu Erlösungswerk auf Golgatha: Da er für ALLE (Johannes 3,16) gekommen ist, sind auch die Heiden in seinen Erlösungsplan eingeschlossen.
Nach heutiger Auffassung gehören also alle wiedergeborenen Menschen (Johannes 3, 1-7) dem Volk Gottes an – welches sinnbildlich auch den Namen Volk Israel tragen kann – und jeder, der nicht wiedergeboren ist, gilt als Heide. Niemand ist durch seine Nationalität dem Volk Gottes zugehörig oder von ihm ausgeschlossen.

Vollkommenheit

Was genau ist unter "Vollkommenheit" zu verstehen?

Das größte Vorbild eines Christen ist Jesus Christus selbst. Jesus war als Mensch in seinem Denken, seinen Motiven und seinem Handeln usw. vollkommen, d.h. er erfüllte in allem den Willen Gottes. Die Bibel zeigt uns an mehreren Stellen, dass ein Christ zu jeder Zeit das Bestreben haben sollte, so zu werden, wie Jesus es war (Philipper 2, 5; 1. Petrus 2, 21; Lukas 6, 40).
Es soll jedoch nicht im Sinne eines fehlerlosen und perfekten Lebens verstanden werden. Für den Glauben eines Kindes Gottes bedeutet das, dass es nach bestem Wissen und Gewissen Jesus nachfolgt und ihn in seiner Vollkommenheit als ein Vorbild nimmt – so, wie es zum Beispiel der Apostel Paulus tat: Philipper 3, 12-15.

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